Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 15 (1912)
- Article
- Ein Edler in Israel
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 211 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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211 Lieblingswunsch erfüllt zu sehen, ist dem Verewigten noch vergönnt gewesen. Das Werk war vollendet, der hohe Meister verschied. (Der V. Band erschien Leipzig 1903). Sein Amtsnachfolger, Rabbiner Dr. Emanuel Carlebach (jetzt Köln), kennzeichnete bei der Trauerfeier in der Synagoge zu Memel die Bedeutung des Heimgegangenen in seinem Wirkungskreis: „Wohl selten oder noch nie war eiu Rabbiner so bekannt und beliebt, ja so populär in der Stadt seines Wirkens, wie es Dr. Rülf in Memel bei allen Bürgern ohne Unterschied des Glaubens gewesen; und anch dafür danken wir dem edlen Mann, daß er den jüdischen Namen an diesem Ort zu Ehren gebracht und durch seine mannigfachen Tugenden ihm einen Strahlenglanz geliehen, in dessen Schein noch die spätesten Geschlechter sich sonnen werden." Jene Werke der Barmherzigkeit, wofür ihn der Volksmund „Dr. Hüls" und jr>tyinb 21 nannte, stellen ihn in der Ruhnieshalle des Judentums neben Montefiore und Baron Hirsch, und wie auf diese in ihren edlen Werken fortlebenden großen Männer darf man auch auf Dr. Isaak Rülf als einen Edlen in Israel das bekannte Dichterwort anwenden: „Und wer den Besten seiner Zeit genug getan, Der hat gelebt für alle Zeiten." 14»