Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 15 (1912)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 53 (sequence 33)
- Language
- German
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— 53 — Dinge, wenn ich bei dem aus dem politischen Leben entnommenem Bilde bleiben darf, gesichert und legitimiert. Was jetzt noch kommen kann, das ist die Kleinarbeit, die gewiß ebenfalls ihre Berechtigung und ihren Nutzen hat. Eine große und dringende Forderung, die ich schon zu verschiedenen Malen ausgesprochen habe, blieb bisher unerfüllt: Die Erforschung der hebräischen Sprache nach ihrer syntaktischen Seite, und zwar die Sprache der Bibel wie auch die Sprache der Mischna und der Agada. Wir kennen eigentlich nur die hebräischen Worte, nicht aber die hebräische Sprache. M Belli schrieb eine „Grammatica elementaria della lingua hebraica“, von der der 1. Teil erschienen ist. H. Stracks ,,Hebräische Grammatik mit Uebungsbuch" ist in 10. und 11. Auflage erschienen. In schwedischer Sprache ist unter dem Titel „Laach ha-schemot“ ein Lexikon biblischer Eigen- und Ortsnamen von Strindberg erschienen. Der „Ihcsaurus totius hebraitatis“ von Ben-Jehuda wird fortgesetzt; der 2. Band ist zu Ende gedruckt, und der 3. wird jetzt ausgegeben. — Das dem Hebräischen verwandte Aramäisch hat in den zwei folgenden Schriften Bearbeitung gefunden. H. Strack hat eine „Grammatik des Biblisch-Aramäischen" herausgegeben. Von I. B.Chabot ist eine Arbeit ,,Les laogues et les litteratures arameennes‘‘ erschienen. Der berühmte Forscher aufdemGebietedersemitischenPhilologie,J. Barth, hat den 2. Teilseines Werkes „SprachwissenschaftlicheUntersuchungen zum Semitischen" veröffentlicht. Man kann zu diesen selbständigen Arbeiten auch die fast unübersehbare Reihe von Abhandlungen in den verschiedenen Zeitschriften rechnen. Aber nichtsdestoweniger ist die Ernte im letzten Jahre aus diesem Gebiete äußerst spärlich ausgefallen. * * Von Jahr- und Sammelbüchern, die im letzten Jahre erschienen sind, hebe ich in erster Reihe das gediegene „Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft" zu Frankfurt (8. Jahrgang), das eine Fülle von wert-