Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 15 (1912)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 54 (sequence 34)
- Language
- German
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54 vollen Abhandlungen enthält, hervor. Von großer Wichtigkeit ist das „Palästina-Jahrbuch des deutsch-evangelischen Instituts für Altertumswissenschaft des heiligen Landes in Jerusalem", das G. Dalman herausgibt. Es ist jetzt der 6. Jahrgang erschienen. Von den „Mitteilungen des Gesamtarchivs der deutschen Juden", herausgegeben von E. Teubler, liegt der 2. Jahrgang vor. Bei dieser Gelegenheit mag noch die Ausgabe der gesammelten Schriften D.Kaufmannssherausgegebenvon M.Brann), von den der 2. Band erschienen ist, Erwähnung finden; ebenso der 1. Teil der „Gesammelten Aufsätze" von M. S- Zuckermandel., Auch die „russisch-jüdische Enzyklopädie" schreitet rüstig fort. Im letzten Jahre gelangten drei weitere Bände (8—10) zur Ausgabe. Es liegen Bücher vor mir, die der Erwähnung wert sind, ohne daß ich sie in eine bestimmte literarische Rubrik einzureihen vermöchte. Das Judentum ist vielseitig und es wird von verschiedenen Gesichtspunkten beleuchtet. Auch seine Wissenschaft läßt sich nicht softeicht nach bestimmten Fächern ordnen und gehörig einreihen. Das ist ein günstiges Zeichen für beide, denn nur Lebloses läßt sich leicht schematisieren. Wir wollen hier manche literarische Arbeit anfichren, die in keines der oben erwähnten Fächer hineinpaßt. Das Verhältnis des Judentums und der Juden zu der Kunst behandeln S. M. Collmann in seiner Schrift „Jews in art“ und I. Fridolin in seiner Studie (russisch): „Kurze Geschichte der jüdischen Kunst" (1. Teil bis zum 15. Jahrhundert). Eine nützliche und sehr gute Arbeit lieferte B. Tannenwald in seiner Darstellung „Die rechtlichen Verhältnisse der Juden in Hamburg", die anläßlich des Jubiläums des hundertjährigen Bestehens der jüdischen Gemeinde in Hamburg, in der jetzigen Form, erschienen ist. Sie gewährt uns einen Blick in die eigentümliche Organisation dieser großen und angesehenen Gemeinde. — An ein sehr trauriges Ereignis, für die