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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1912-01-01 · 15 (1912) · p. Seite 51

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
15 (1912)
Article
Literarische Jahresrevue
Date
1912-01-01
Page
Seite 51 (sequence 31)
Language
German
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51 von Bialiks Gedichten durch Ar. Sorani herausgegeben worden. — Auch Heinrich Heine gehört gewissermaßen in die jüdische Literaturgeschichte. „Heine-Reliquien" betitelt sich eine Sammlung von bisher unbekannten Briefen und Aufsätzen Heines, die vom Neffen des Dichters, Maximilian von Heine-Geldern und Gustav Karpeles herausgegeben wurde. Das überaus schön ausgestattete Buch enthält auch 5 Bildnisse und 6 Facsimilien. Die Einleitung ist von G Karpeles, die er vor dem Tode .geschrieben hat; das Erscheinen des Buches hat er nicht erlebt. Das Buch wird allen Verehrern des Dichters als eine willkommene Gabe erscheinen. Diesem schließt sich eine Arbeit von P. Beyer an, „Der junge Heine", eine Entwickelungsgeschichte seiner Denkweise und Dichtung. In den bisherigen biographischen Schilderungen des Dichters befand sich eine Lücke, die man um so mehr bedauerte, als dadurch gerade die Zeit der Entwicklung Heines im Dunkeln war. Man wußte. so wenig von seinen Erlebnissen in den Jahren, als er die Schule verließ und für kurze Zeit es mit dem Kanfmannsberuf versuchte, und noch weniger von seinen Studienjahren in Bonn. Und doch war gerade diese Epoche in der Entwicklung des Dichters von großer Bedeutung. Anläßlich seines 50. Sterbetages wurde manches aus Heines Erlebnissen in Bonn bekannt, was für das Verständnis seines Wesens von großem Interesse war.. Es ist daher sehr erfreulich, daß jetzt diese Lücke in Heines Lebensschilderung durch die vorliegende Schrift ausgesüllt wird; sie schließt mit der Zeit ab, wo Heine nach Göttingen übersiedelt — seine Hinneigung zur Romantik, die wir bei ihm in der Bonner Zeit beobachten, war überwunden. Die jüdische Religionsphilosophie hat ebenfalls im letzten Jahre ihre Bearbeiter gesunden. Eine gediegene Schrift, die uns Aufschluß über die Philosophie eines hervorragenden jüdischen Denkers im Mittelalter gibt, veröffentlicht I. Guttmann (in der Sammlung „Beiträge zur Geschichte der Philosophie des Mittelalters"): „Die philosophischen Lehren des Isaak ben Salomon Israeli".. Interessant ist auch die einleitende 4«

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