Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1912-01-01 · 15 (1912) · p. Seite 36

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
15 (1912)
Article
Literarische Jahresrevue
Date
1912-01-01
Page
Seite 36 (sequence 16)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
94% known words query
IRI
…/3111067-3111096-3115682--4014-3115735
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

36 W. Frankenburg in der Schrift: „Das Verständnis der Oden Salomos" und H. Grimme, „Die Oden Salomos." Im Anschluß an diese Arbeiten möchte ich noch solche erwähnen, die sich mit alten Bibelübersetzungen beschäftigen. Es sind im letzten Jahre erschienen: I. Hänel, „Außermasoretische Uebereinstimmung zwischen der Septuginta und der Peschitta in der Genesis"; P. Glane und A. Rahlfs, „Fragmente von einer griechischen Uebersetzung des samariianischen Pentateuchs"; I. Schleifer, „Sahidische Bibelfragmente aus dem Britischen Museum zu London." — Ein wichtiger Beitrag zur Geschichte der homiletischen Exegese wird uns durch die Veröffentlichung zweier Schriften Hippolyts („lieber die Segnungen Jacobs" und Daniel-Kommentar) aus einer Handschrift des Meteoronklosters durch C. Diobonniotis gegeben. Bei der großen Bedeutung, die der schon früher bekannte Daniel-Kommentar von Hippolyt für die ältere Geschichte des Christentums hat, wird die Veröffentlichung des vorliegenden Textes zweifellos neue Erörterungen Hervorrufen. * Das Gebiet der Religionsgeschichte hat im letzten Jahre ebenfalls eine fleißige Bearbeitung erfahren. Wenn man mich fragen sollte: welche neue Ergebnisse haben die Forschungen gebracht? so möchte ich darauf antworten, daß jede neue Beleuchtung einer geschichtlichen Tatsache, oder jede neue Aufhellung einer religiösen Idee von der größten Wichtigkeit für das Verständnis der Religionsgeschichte ist. Tatsächlich wird die Kenntnis der religionsgeschichtlichen Entwickelung im allgemeinen immer mehr von dem Chaos befreit, in dem sie in früheren Jahrhunderten versunken war. Wir wissen jetzt, wie es geworden ist. Das Judentum gewinnt aber sehn viel bei dieser wissenschaftlichen, geschichtlich-kritischen Beleuchtung. Von den Erscheinungen des letzten Jahres, die min bekannt geworden sind, möchte ich hervorheben: A. Loisy, „The religion of Israel“; T. K. Cheyne, „The two

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.