Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 15 (1912)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 29 (sequence 9)
- Language
- German
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29 S. R. Driver's „^n introduction to tlie literature of the Old Testament“ ist jetzt die achte Auflage erschienen. Ebenso sind zu erwähnen die Schriften von T. Child: „The Bible, its ration, principle of interpretation“ und „Biblical critieism“ von R. B. Taylor. Mit der ästhetisch-künstlerischen Seite der Bibel beschäftigt sich Th. E. Miller in seinem Buche: „Portraits of women of the Bible.“ Für das Bibelstudium sehr förderlich sind zwei Atlanten, die im letzten Jahre erschienen sind: K. Guthes „Bibelatlas" und E. Nestles „Bibelatlas." Einzelschriften der Bibel haben ün Laufe des Jahres ihre eifrige Bearbeitung gefunden. Von den Erscheinungen auf diesem Gebiete, die mir zu Gesicht gekommen sind, hebe ich hervor „Die Urgeschichte und die Patriarchen" von H- Gunkel. Es ist der 1. Band der Sammlung „Schriften des alten Testaments", von der im vorigen Jahre der 1. Band der 2. Abteilung erschienen ist. Unter den Erscheinungen in englischer Sprache, die übrigens eine immer größere Bedeutung für die Wissenschaft des Judentums gewinnt, ist von Wichtigkeit die Schrift H. M. Wiener's: The Origin of the Pentateuch.“ Mit den einzelnen Büchern des Pentateuchs beschäftigen sich M. Flunck in seiner Schrift „Expositio in Genesim.“ (1. Teil); L. Mechineau in dem Werke „L’historicite des trois premieres chapitres de la Genese;“ I. Rinieri in seiner Schrift „Biblia e Babele“, über die ersten Kapitel in der Genesis, ein Nachzügler in dem Streit „Bibel und Babel", der bei uns erfreulicherweise bereits aus der Mode gekommen ist. Zu dieser Gattung von Schriften gehört auch die von I. Sinclair: „Bible beginnings: a plain commentary on the first eleven chapters of Genesis.“ Eine interessante und lesenswerte Studie über den biblischen Schöpfungsbericht, vom katholischen Standpunkt aus beleuchtet und mit dem Schöpfungsepos der Babylonier verglichen, gibt V. Zapletal in seinem Buche „Der Schöpfungsbericht der Genesis". Es sind darin manche treffliche Bemerkungen, von denen der Verfasser mit Recht sagt, daß sie deshalb nicht abzuweisen wären, weil sie „rationell" klingen.