Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 15 (1912)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 25 (sequence 5)
- Language
- German
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- Elijah 2× ep/1004307
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feit sind. Die eine betrifft die Erforschung der älteren biblischen Geschichte, die bis zur Zeit der ersten Propheten Zurückreicht. Ausgrabungen im alten Gebiet von Samaria dürften bedeutsame Funde ans Tageslicht fördern; jenes große Zeitalter der Omriden, in die die Wirksamkeit der Propheten Elija und Elisa fällt, ist trotz der Lebendigkeit, mit der die biblische Geschichte die Ereignisse schildert, noch immer nicht genügend aufgehellt. Manche Einzelheiten kennen wir aus den neuesten Ergebnissen der assyrologischen Forschung, die den summarischen Bericht der Königsbücher ergänzen. Aber hier handelt es sich nur um die politischen Ereignisse, soweit sie die Geschichte Assyriens berühren. Es war aber damals auch für die innere Entwickelung Israels eine große Zeit; das Auftreten des Propheten Elija in der Geschichte des Nordreiches ist nach der Schilderung in den Königsbüchern unvermittelt. Wir haben es hier zweifellos mit einem größeren Zitat aus einem anderen geschichtlichen Werk zu tun. Man kann erwarten, daß die neuen Ausgrabungen ein neues Helles Licht auf die Geschichte jener Epochen werfen werden; was bisher davon bekannt wurde, läßt auf wichtige Entdeckungen schließen, die in Aussicht stehen. Gleichzeitig wird. aber eine andere Epoche in der Geschichte des Judentums mit großem Eifer erforscht. Ich meine die Zeit, in der das Christentum aufhörte, eine innere Angelegenheit des Judentums zu sein, und sich immer mehr zu seiner antijüdischen Tendenz entwickelte. An sich ist es schon genug bedeutsam, daß man in den letzten Jahrzehnten verschiedene apokryphische und pseudo-epigraphische Schriften aufgefunden hat, die garnicht aus judenchristlichen Kreisen stammen und uns oft getreu die religiöse Stimmung jener Zeit schildern, in der die judenchristliche Bewegung sich einerseits gegen das Judentum, andererseits aber auch gegen die judenchristlichen Strömungen kehrte. Die Reihe dieser Schriften, die in früheren Jahrhunderten der Vergessenheit anheimgefallen waren, wird durch neue Funde immer größer. Und je mehr das Dunkel ausgehellt wird, das über der