Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 13 (1910)
- Article
- Moritz Veit
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 148 (sequence 20)
- Language
- German
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—... 148 erscheinen", gleichfalls gestrichen wurde. Nach einer beinahe halbjährlichen Beratung wurde das Statut am 29. Mai 1885 dem Polizeipräsidenten eingereicht. Es wurde aber am 24. Mai 1856, also nach fast einjähriger Beratung zurückgewiesen; fast gegen jeden Paragraphen wurden Ausstellungen erhoben. Durch mündliche Verhandlungen, in denen Veit und Baßwitz als Deputierte der Kommission erschienen, wurden neue Vorschläge gemacht, in denen insbesondere die Forderungen des Polizeipräsidiums, die Gemeinde solle als ihre Verpflichtung anerkennen, für die Armen zu sorgen, Beachtung fanden. Aber auch diese neue Fassung des Statuts wurde vom Polizeipräsidium abgelehnt. Eine Beschwerde bei dem Ministerium hatte keinen Erfolg. Bei diesen Verhandlungen wurde von den Regierungsbehörden eine größere Beteiligung der Rabbiner an'den Kultusangelegenheiten gewünscht, „zwar nicht ein absolutes Veto, aber eine beanstandende Mitwirkung". Dagegen wehrte sich die Gemeinde aufs entschiedenste. Die wiederholten Vorschläge, Ausstellungen der Regierungsbehörden, neue Ausarbeitungen der Gemeinde nahmen noch lange Zeit in Anspruch, erst am 31. Aug. 1860 wurde das Statut der Gemeinde genehmigt. Die Arbeiten am Statut, das, eine unmittelbare Folge des Gesetzes von 1847 war, mußten im Zusammenhänge vorgetragen Werden. .Dadurch ist die Betrachtung bis nahe ans Lebensende Veits gerückt. Es ist daher nötig, daß manche Ereignisse, nachgetragen werden. Es sind wesentlich vier, die einerseits die hohe Stellung beweisen, die er einnahin, andererseits Zeugnisse seiner rastlosen Tätigkeit sind, die Wirkung ausübte und Anerkennung fand. 1. Nur kurz mag darauf hingewiesen werden, daß in dem Revolutionsjähre 1848 ein Komitee zur Vorbereitung einer israelitischen Synode in Frankfurt a. M. sich an Veit wandte, um unter den Unterzeichnern seinen Rainen zu nennen, unter denen, die Mitarbeiten wollten an der Förderung des Friedens und Befestigung des Gemeindeverbaiides. Es scheint nicht, daß eine solche Synode, als deren Beruser Leopold Stein und I. M. Jost