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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1910-01-01 · 13 (1910) · p. Seite 141

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
13 (1910)
Article
Moritz Veit
Date
1910-01-01
Page
Seite 141 (sequence 13)
Language
German
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141 1 MMWWYMAGW Der Stadtälteste Knoblauch, der den Beschluß der Gemeinde mitteilte, erhielt ein Dankschreiben dafür. Jedoch die Hoffnung, die sich an eine solche Petition knüpfte, erfüllte sich einstweilen nicht, vielmehr waren die Landtagsabschiede, die nach Rheinland und Schlesien ergingen, der jüdischen Sache ungünstig. Zu neuen Schritten sollte Veit durch einen ungemein tätigen Mann angeregt werden, der zwar damals den jüdischen Gemeindebehörden nicht angehörte, sich aber beständig bemühte diese zu iminer neuen Schritten zu veranlassen. Joel Wolfs Meyer schrieb nämlich iin Jahre 1846 an Veit, um ihn gu veranlassen, den Gemeindevorstand zu einer neuen Petition anzuregen. Dies wurde jedoch durch Veit und den Vorstand abgelehnt, und jener richtete an den Petenten ein Schreiben, es sei zwar zu fürchten, daß ein zu erlassendes Gesetz auf den Anschauungen des Königs anfgebaut sei; glücklicherweise würden aber heutzutage Gesetze nicht für die Dauer eines Säknlums gemacht. Auch eine erneute Mahnung des schon erwähnten rührigen Gemeindenütglieds, die im April 1847 an den Vorstand erging, wurde durch Veit in der gleichen Weise abgelehnt. Dagegen beschloß man an Stelle eines amtlichen Schrittes „der einsichtsvollen Tätigkeit der Einzelnen" für Herbeiführung einer günstigen Entscheidung zu vertrauen. Diese abwartende, geradezu ablehnende Stellung, des Gemeindevorstands wurde gewiß nicht ohne bestimmenden Einfluß Veits beibehalten, als Muhr am 25. Mai 1847 die folgende Mitteilung an den Vorstand gelangen ließ. Der Kriegsminister habe ihm gesagt, „wenn Sie können, so suchen Sie, die jüdische Gemeiitde zu veranlassen, ein Dankschreiben an S. M. den König für dasjenige, was in der Denkschrift ihr gut erschiene, zu übersenden, und dabei um Abänderung alles dessen, was sie in der Ausführung für nachteilig halte, zu bitten. Ich versichere Sie auf Ehre, daß der König es gut meint. Selbst die Korporationenidee ist seitens des Königs aus guter Absicht hervorgegangen."

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