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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1910-01-01 · 13 (1910) · p. Seite 137

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
13 (1910)
Article
Moritz Veit
Date
1910-01-01
Page
Seite 137 (sequence 9)
Language
German
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— 137 War Veit dessen Mitglied. Von ihm rührt das Reglement dieses Jnstiiuts her. Fast unmittelbar nach Errichtung dieses Vorstands bemühte er sich für die Rekonstruierung des Seminars', am 6. November 1859 fand die Einrichtung der neuen Lehrerbildungsanstalt statt. Er war für den Bau und die Verlegung der Knaben- und Mädchenschule tätig. Seiuer Bemühung ist es im Wesentlichen zuzuschreiben, daß am 14. Juni 1863 der Neubau in der Großen Hamburgerstraße 27 bezogen werden konnte. Aber auch die persönlichen Verhältnisse der Lehrer suchte er zu regeln und besser zu gestalten. Auch in den Zeiten der Bedrückung haben die Juden ihre Schulen unterhalten und gepstegt. Aber die' Lehre gedeiht besser in den Zeiten der Freiheit als in denen des Zwanges. Die Epoche der Freiheit herbeizuführen, war Veit unermüdlich tätig, und man muß leider konstatieren, daß die Gegenstände der Kämpfe, in denen er als Vorstreiter hervortrat, noch heute nicht überwunden sind, daß vielmehr um diese Grundsätze noch jetzt der Streit tobt. Zunächst war es eine Frage, die noch vor einigen Jahren lebhaft ventiliert wurde. Man hatte im Jahre 1841 den Juden einen größeren Anteil an den Verbrechen zugcschrieben. Veit wies siegreich in Schrift und Wort nach, daß man zu diesem falschen Urteil dadurch gelangte, daß man die häufigsten Verbrechen, Holzdiebstähle, Jagd- und andere Kontraventionen, bei den Juden überhaupt nicht fand, daß man sodann die Verbrechen zählte, statt sie zu wägen, daß man endlich nur die Untersuchungen aufführte statt der Verurteilungen, und durch alle diese Manipulationen zu einem gänzlich falschen Urteil gelangte. Er hatte die Freude, von dem Justizminister einen günstigen Bescheid zu erlangen und dadurch seine Glaubensgenossen von einem schweren Vorwurf zu befreien. Ein Zweites war die allgemeine. Regelnng der jüdischen Angelegenheiten. Schwere Sorge machte nämlich eine Kabinettsordre Friedrich Wilhelm. IV. vom

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