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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1910-01-01 · 13 (1910) · p. Seite 106

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
13 (1910)
Article
Zur ältesten Geschichte des Christentums
Date
1910-01-01
Page
Seite 106 (sequence 18)
Language
German
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— 106 Am Schluß der Beschreibung des Vorhangs im Tempel (V, 5, 4) findet sich in der slavischen Übersetzung noch Folgendes: „Dieser Vorhang war vor diesem Geschlecht ganz, weil das Volk fromm war, jetzt aber war es jammervoll, ihn anzusehen. Er war nämlich plötzlich zerrissen von oben bis zum Boden, als sie den Wohltäter, den Menschen und den, der durch sein Tun kein Mensch war, durch Bestechung dem Tode auslieferten. „Und von vielen anderen schrecklichen Zeichen wird man erzählen können, die damals geschahen. „Und man sagte, daß jener sJesuss, nachdem er getötet war, nach der Bestattung im Grabe nicht gefunden wurde. „Die einen gaben nun vor, er sei auferstanden, die anderen aber, daß er gestohlen fei von seinen Freunden. Ich weiß aber nicht, welche richtiger sprachen. Denn auferstehen kann ein Toter von selbst nicht, wohl aber mit Hilfe des Gebets eines anderen Gerechten, außer wenn es ein Engel sein wird oder ein anderer von den himmlischen Gewaltigen, oder (wenn) Gott selbst erscheint wie ein Mensch und vollbringt, was er will und wandelt mit den Menschen und fällt unb sich legt und aufersteht, wie es seinem Willen gemäß ist. Andere aber sagten, daß es nicht möglich war, ihn zu stehlen, weil man rund um sein Grab Wächter gesetzt hatte, dreißig Römer, aber tausend Juden. Solches wird von jenem Vorhang ferzähltj. Auch gegen die Ursache seines Zerreißens gibt es (Aussagen)." In dem Bericht von den Vorzeichen vor dem Untergang Jerusalems (VI, 5, 2 ff.) heißt es bei der Besprechung der zweideutigen Orakel (5, 4) in der slavischen Übersetzung wie folgt: „Die einen nämlich verstanden darunter (unter dem zukünftigen Weltherrscher) Herodes, die anderen aber den gekreuzigten Wundertäter Jesus, andere aber Vespasian."

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