Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 13 (1910)
- Article
- Zur ältesten Geschichte des Christentums
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 104 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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104 — Herrschaft Strebender, und ließ ihn frei. Er hatte nämlich sein sterbendes sd. h. totkrankess Weib geheilt. „Und er ging an seinen gewohnten Platz und tat die gewohnten Werke. Und da wiederum mehr Volk sich um ihn sammelte, so verherrlichte er sich durch sein Wirken mehr als alle. „Vor Neid wurden die Gesetzeslehrer vergiftet und gaben dreißig Talente dem Pilatus, damit er ihn töte. Und dieser ließ ihnen, nachdem er sdas Gelds genommen hatte, den Willen, damit sie selbst ihr Vorhaben ausführen. Und jene nahmen ihn und kreuzigten ihn gegen das väterliche Gesetz." An Jüd. Krieg II, 11, 6, wo im griechischen Text von dem Tode Agrippa II. berichtet wird, woraus der Kaiser Claudius das jüdische Königreich, da Agrippas einziger Sohn noch zu jung war, wieder in eine römische Provinz umwandelte, wohin er als Statthalter zuerst den Caspius Fadus und bald darauf den abtrünnig gewordenen Neffen des Philosophen Philo, Tiberius Alexander schickte, anschließend an diese Erzählung befindet sich im slavischen Josephustext zuerst für diese beiden Statthalter das Lob, „daß sie beide das Volk im Frieden bewahrten, indem sie nicht gestatteten, sich in etwas von dem reinen Gesetze zu entfernen." Dann heißt es weiter: „Wer aber auch vom Wort des Gesetzes [bie bekannte hebr. Redensart: „debar thora“] abwich, so wurde er ängeklagt von den Gesetzeslehrern. Um so häufiger verjagten sie ihn seinen solchenj und sandten ihn vor das Angesicht des Kaisers. Und da sich zur Zeit jener beiden sStatthalterj viele herausgestellt hatten als Knechte sJüngerj des vorher beschriebenen Wundertäters, und da sie zu den Leuten sprachen von ihrem Lehrer, daß er lebendig sei, da sobgleichj er auch gestorben sei, und daß jener euch befreien wird von der Knechtschaft, so hörten viele aus dem Volke auf die Genannten und nahmen ihre Gebote in sich auf; nicht um-ihres Ruhmes willen; sie waren ja von den Geringen, die einen geradezu