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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1910-01-01 · 13 (1910) · p. Seite 64

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
13 (1910)
Article
Literarische Jahresrevue
Date
1910-01-01
Page
Seite 64 (sequence 34)
Language
German
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Wohl in allen seinen Teilen streng wissenschaftlich gehalten ist, aber sich von gewagten Hypothesen fernhält. Es ist überall die sachliche und informierende Darstellung durchgeführt. — Von Jahrbüchern verdient in erster Reihe Erwähnung das „Jahrbuch der jüdischliterarischen Gesellschaft" in Frankfurt, von dem der 6. Jahrgang vorliegt. Es ist ein wertvolles Sammelbuch für gründliche Forschungen auf allen Gebieten der Wissenschaft des Judentums mit Ausnahme der Bibelkritik, von der es sich grundsätzlich fernhält. Trotz seiner konservativen Grundlage bedeutet es zweifellos eine Bereicherung der wissenschaftlichen Forschung. Auch das hebräische Jahrbuch „Haöschkol", von dem ebenfalls der 6. Jahrgang vorliegt, enthält manche sehr beachtenswerte Arbeit. Von der in Palästina erscheinenden Quartalsschrift „Haomer" sind vier Hefte erschienen. Andere hebräische Jahrbücher haben leider ihr Erscheinen eingestellt; am meisten ist dies vom „Luach Achiasaf" zu bedauern, der nach Vollendung seines zwölften Lebensjahres von der Revolution in Rußland hinweggerafft worden ist. Dieses Jahrbuch hat so viel für die geistige Hebung der Juden im Osten getan. * * -i- Für den diesjährigen Bericht unseres Jahrbuches wollte ich ein Gesamtbild der Neuerscheinungen in hebräischer Sprache geben. Aber leider ist in den letzten Jahren in dieser Literatur ein völliger Stillstand eingetreten, und von dem wenigen, das in diesem Jahre erschienen ist, kann noch weniger berichtet werden. Einiges habe ich, so viel es mir zu Gesicht gekommen ist, oben in den verschiedenen Rubriken der neuen Erscheinungen vermerkt. Sehr tröstend ist es jedoch, daß gerade in der Zeit des Niederganges die Gedichte Ch. N. Bialiks in einem stattlichen Band und in schöner äußerer Ausstattung erschienen sind. CH. N. Bialik hat in der hebräischen Poesie das Schönste und Vollendetste geschaffen. Seiner Lyrik, die so schön und so reich an Gedanken ist, gebührt ein Platz in der Weltliteratur. Seit

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