Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 13 (1910)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 53 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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53 übersetzt. Im übrigen ist die Vita in diesem Jahre auch in Temesvar in Südungarn erschienen. — Ein um die Wissenschaft des Judentums verdienter Mann, der nicht nach Gebühr gewürdigt worden ist, Lelio della Torre, ein Kollege des unvergeßlichen S. D. Luzzetto am Collegio Rabbinico, hat endlich seinen Biographen gefunden. Die Söhne des vielseitigen Gelehrten haben 37 Jahre nach seinem Tode dessen gesammelte Schriften, Abhandlungen in italienischer, französischer, deutscher und hebräischer Sprache und hübsche hebräische Gedichte und Epitaphien, zwei stattliche Bände in selten schöner Ausstattung, herausgegeben. Dem ersten Bande geht eine „biographische Studie" über L. della Torre von seinem Sohn Michael voran, bescheiden und pietätvoll geschrieben. Der bekannte Gelehrte G. Deutsch in Cincinnati lieferte eine Biographie des gefeierten deutschen Rabbiners des 15. Jahrhunderts Israel aus Brünn (äs Brana). Zu dieser Gattung von Literatur mag noch zugerechnet werden O. Webers Schrift: „Eduard Glasers Forschungsreisen in Südarabien". In hebräischer Sprache ist erschienen: „Aus dem schriftlichen Nachlaß der Brüder Zolles aus Lemberg", von A. Berliner herausgegeben; die Briefe an und von M. Jost enthalten viele sehr interessante biographische und kulturgeschichtliche Notizen. Außerdem sind in dieser Schrift auch Briefe hervorragender Rabbiner aus dem Ende des 18. Jahrhunderts, den Streit um die pseudoepigraphischen Responsen des Asch eri betreffend, enthalten. Die Publikation verdient große Aufmerksamkeit seitens der Literarhistoriker. Ferner sind zu erwähnen eine Biographie Jonathan Eibeschütz' von L. Grünwald; Gutachten des Rabbiners Jsak Mose Perls (1784—1864) mit seiner Biographie, die sein Enkel Armin Perls geschrieben hat. -i- 4- -I- Wenden wir uns jetzt dem talmudischen und rabbinisch en Schrifttum zu. In früheren Jahrhunderten hat man dieses Schrifttum, mit Ausschluß der etwas