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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1925-01-01 · 26 (1925) · p. Seite 142

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
26 (1925)
Article
Die Juden im Amerika spanischer Zunge
Date
1925-01-01
Page
Seite 142 (sequence 48)
Language
German
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— 142 — raucherzeugenden Kräutern, die getrocknet in ebenfalls getrocknete Blätter gesteckt waren, auch ähnlich den kleinen Papierrnusketen, wie sie unsere Knaben zürn Pfingstseste machen. Dieselben brannten auf der einen Seite, auf der anderen aber saugten, schlürften oder nahmen sie durch Einatmen den Qualm auf, mit welchem sie ihren Körper betäuben, sich fast trunken machen und so vielleicht die Ermüdung nicht spüren. Diese Musketen heißen bei ihnen (den Eingeborenen) »tabaco". Es ist ergötzlich zu beobachten, wie der wackere Bischof von Chiapa sich abmüht, seinen Mitbürgern eine Tätigkeit begreiflich zu machen, die wir heute mit dem einen Worte „rauchen" bezeichnen. Vgl. auch M. Kasperling, Der Anteil der Juden an der Entdeckung Amerikas, 1894. 7) Vergleiche Vida del Almirante von Fernando Colon, Buch 1, Kap. 37. Teatro historico de la isla de Cuba von Urutia, Buch 1, Kap. 2. Hisfcoria de las Indias von Casas, Buch 1, Kap. 45. 8) Sanz, Etnografia Americana. 9) Das Buch bringt ein wohlgeratenes Bild Manasses ben Israel in spanischer Tracht. S. Perez Janguera ließ das Buch im Jahre 1881 in Madrid neu drucken. 10) Vgl. I. Freudenthal, Die Lebensgeschichte Spinozas, S. 209. n) Mit dieser Schilderung will der Reisende offenbar darauf aufmerksam machen, daß die von der anderen Seite des Stromes gekommenen Menschen keine Aehnlichkeit mit den Indianern hatten. Sie suchten sich zuerst mit Montesinos durch allerhand seltsame Zeichen verständlich zu machen, die er aber sich nicht erklären konnte. 12) Es ist heute schwer zu sagen, ob Montesinos diese ganze Geschichte glatt erfunden hat oder selber irregeführt worden ist. Merkwürdig ist jedenfalls, daß in dem südlichen Teile des Kontinents, in den heutigen Republiken Chile und Argentinien, jahrhundertelang die Sage von einer geheimnisvollen, von weißen, hochkultivierten Menschen bewohnten Stadt in den Kordilleren umging. Man war derartig von ihrer Existenz — sie hieß angeblich Cesarenstadt — überzeugt, daß mehrfach Expeditionen gemacht wurden, um sie aufzufinden, und man sich den Kopf zerbrach, ob ihre Einwohner Christen oder Andersgläubige wären. is) Manasse ben Israel selbst war niemals in Amerika, wohl aber sein Schwager Efraim Soeiro. (Das uns interessierende Buch ist im Verlage eines anderen Soeiro „Senvel ben Israel" erschienen.) Er bezieht sich außerdem auf verschiedene andere Reiseberichte. Manasse zweifelt auch nicht an der Ehrlichkeit Antonio Montesinos, zumal er seinen Bericht auf seinem Totenbette 1646 in Pernambuco noch einmal beschworen habe. 14) Vergleiche z. B. Hopp, „Geschichte der Vereinigten Staaten von Nordamerika" I, 1. Kap. *5) Humboldt, Christobal Kolumbus und die Entdeckung Amerikas. II, Kap. 5.

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