Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 26 (1925)
- Article
- Die Juden im Amerika spanischer Zunge
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 141 (sequence 47)
- Language
- German
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— 141 — Handauflegen und ähnliche Mittel angeblich alle Krankheiten kurierte. Noch im 18. Jahrhundert finden wir vereinzelte Fälle von bestraften oder bekehrten Hebräern in Mexiko, bis nach 1810 die spanische Herrschaft und mit ihr die Inquisition in diesen Ländern erlosch. * * * Anmerkungen. Aus einer sehr interessanten Schrift des Verf. geben wir hier die zwei ersten Kapitel, welche ein reiches, in Deutschland bisher unbekanntes Material bringen. D. Herausg. 2) Letztere Büchersammlung war ursprünglich das Eigentum des bedeutenden Staatsmannes und Geschichtsforschers Bartoloms Mitre und soll alle historischen, auf das lateinische Amerika sich beziehenden Werke in Originalen oder Uebersetzungen enthalten; daneben gibt es zahlreiche Handschriften, Karten und Atlanten. Nach dem 1906 erfolgten Ableben des Besitzers machten seine Erben die Bibliothek dem Staate zum Geschenk, der dieselbe als einheitliches Ganze bestehen ließ und seit einigen Jahren dem Publikum zugänglich gemacht hat. 3) Historia General de las Indias de Lopez de Gomaris, S. 175, auch Teatro historico de Caba von Urutia (Buch 1, Kap. 5), sowie W. Irving, Lite and Voyage of Christoph Columbns (Bpch 14, Kap. 3). 4) Historia de las Indias de Bartolome de las Casas 1. Buch, Kap. 45. Castellan, Historia de descubrimiento de America, S. 104, und Irving, Das., Buch 4, Kap. 6. 5) Aus der Mandioka- Wurzel wird das nahrhafte Farina- oder Tapioco-Mehl hergestellt, das für viele tropische Länder dieselbe Bedeutung hat, wie für Europa der Weizen, Roggen oder die Kartoffeln. Die Lupine ist besonders im sandigen Norddeutschland als Biehfutter und Gründünger wichtig; über die Bedeutung des Mais erübrigt sich jede Bemerkung. 6) Luis de Torres und ein gewisser Rodriguez de Jerez wurden von Kolumbus als Botschafter an den Kaiser von China von der kubanischen Küste aus ins Innere geschickt. Da sie aber naturgemäß besagten Monarchen auf der großen Antille nicht antrafen, so kehrten fie nach einigen Tagen zu den am Ufer harrenden Seefahrern zurück und berichteten unter anderem laut dem zeitgenössischen Bartolome de las Casas, daß sie unterwegs viele Leute, Männer wie Frauen, trafen, die nach ihren Dörfern gingen. Die ersteren hielten stets einen glimmenden Scheut in der Hand. Derselbe bestand aus einigen