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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1925-01-01 · 26 (1925) · p. Seite 114

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
26 (1925)
Article
Die Juden im Amerika spanischer Zunge
Date
1925-01-01
Page
Seite 114 (sequence 20)
Language
German
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— 114 — Stellen lauten in wortgetreuer Übersetzung: „Es ist für uns notwendig zu wissen, wo Ihr in Erfahrung gebracht habt, oder habt sagen hören, wo einige oder mehrere Personen verschiedene Sabbate nach Sitte des mosaischen Gesetzes gefeiert haben, indem fie sich neue Hemden, bessere oder Festtagskleider angezogen haben, auch neue Tücher auf den Tisch oder neue Laken in ihre Betten taten, daß sie zu Ehren des Sabbates vom Freitag Abend an kein Licht anzünden, noch andere Arbeit verrichten, oder daß sie das Fleisch entfetteten, vor dem Esten ins Wasser legten, oder daß sie aus dem Bein eines Hammels oder eines anderen Tieres vorher eine Sehne entfernten. Oder daß fie die Tiere, welche sie essen wollten, schachteten, dabei einige Worte murmelten und das Messer mit dem Nagel prüften, ob es keine Scharten habe und nachher das Blut mit Erde zudeckten. Oder daß sie vor Ostern oder den anderen von der Kirche gebotenen Tagen ohne Notwendigkeit Fleisch äßen, in der Meinung, daß fie dies ohne Sünde tun dürften. Oder daß sie am Versöhnungstage gefastet haben und an demselben barfuß gegangen seien. Oder daß sie jüdische Gebete sagten und dabei einer dem andern verziehen. Oder daß die Väter den Kindern segnend die Hand aufs Haupt legten, ohne sich dabei zu bekreuzigen, dabei garnichts sagen oder sprachen: „Ich segne dich nach den Gesetzen und Sitten Moses". Oder daß sie am Tage vor Purim oder am „Rebenso", wie sie den Tag der Tempelzerstörung nennen, oder anderen jüdischen Fasttagen in derselben Woche wie den Montag und Donnerstag nicht essen, indem sie an diesen Tagen bis zum Erscheinen der Sterne garnichts verzehren, und selbst nachts kein Fleisch. Sie waschen sich am Tage vor dem Fasten, schneiden sich die Nägel und Haarspitzen, heben dieselben auf oder verbrennen sie. Sie sagen jüdische Gebete, indem sie nach der Wand gewendet den Kopf heben und senken. Vor dem Beten waschen sie sich die Hände, kleiden sich in härnene oder leinene Gewänder, an welchen allerhand Fransen und geknotete Riemen herunterhängen. Oder Personen, die Ostern Mazze essen und an diesem Tage besonders viel Sellerie und Gemüse

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