Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 23 (1920)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1920-01-01
- Page
- 21 (sequence 8)
- Language
- German
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21 Der Palästinakunde gehören folgende Schriften an: „Palästina und seine Geschichte" von H. Soden. Diese Sammlung von sechs fesselnden Vorträgen über das heilige Land liegt bereits in der 4. Auflage vor. Eine wissenschaftliche Forschung bietet C. F. Burney in seiner Schrift „Israels Settlement in Canaan". Der Zukunft Palästinas ist die sachkundige Arbeit von A Ruppin „Der Ausbau des Landes Israel" gewidmet. Die Ausführungen des Verfassers verdienen weitgehende Beachtung, und jedenfalls soll das Buch von allen Freunden des heiligen Landes mit Aufmerksamkeit gelesen werden. Einen geschichtlichen Rückblick auf die Ergebnisse des Kolonisationswerkes in Palästina bietet C. Nawratzki in seinem Buch „Das neue jüdische Palästina"; es gibt ein klares Bild von den bisherigen Erfolgen .in den neuen jüdischen Kolonien, die seit nahezu 40 Jahren in Palästina entstanden sind. Die gediegene Arbeit über die „Wirtschaftsgeographie von Syrien" von H. Fischer beschäftigt sich auch eingehend mit den betreffenden Verhältnissen in Palästina, das in der Zukunft wohl noch enger mit Syrien wirtschaftlich verbunden sein dürfte, als es schon jetzt der Fall ist. Ein reichhaltiges Material ist in dieser Monographie verarbeitet worden. I. E. Wright veröffentlichte in Briefform Schilderungen „Lounä about Jerusalem".' Das „Palästina-Jahrbuch" von G. Dalman ist im 14. Jahrgang erschienen. Die Literaturgeschichte und Biographie sind in den nachgenannten Schriften bearbeitet worden. Eine umfangreiche Forschung liefert G. Frazer in seinem Werk „Folk-lore in the Old Testament" (33attb 1—3). „Die Legenden der Juden" betitelt sich eine wertvolle Studie von I. Bergmann, in der die psychologische Tiefe der jüdischen Legendenbildung verständnisvoll erfaßt ist. Die Arbeit ist ein wertvoller Beitrag zur Religionsgeschichte und zur Volkspsychologie. Die Legendensammlung „Der Born Judas" von M. I. bin Gorion, welche erfreulicherweise die verdiente Anerkennung und Verbreitung gefunden hat, ist weiter gediehen.