Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 23 (1920)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1920-01-01
- Page
- 20 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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— 20 Berücksichtigung gefunden hat. Es handelt sich hier nicht nm andere Ergebnisse der neuen Forschung, sondern um den Nachweis, daß die hebräischen Urkunden unrichtig wiedergegeben wurden. Durch die Übersetzung werden die Jrrtümer in solche Kreise dringen, welche die Originale nicht nachprüfen können. Der neueren Geschichte ist das Buch „Haskalah" (Geschichte der Aufkärungsbewegung unter den Juden in Rußland) von J.M ei sl gewidmet, eine fleißige, auf einem umfassenden Material sich aufbauende Arbeit, die einen wichtigen Beitrag zur Kulturgeschichte der Juden liefert. Mit der jüngsten Geschichtsepoche befaßt sich auch M. Raisin in seiner Schrift: „Hi^tory of the Jews in modern times". Anläßlich des hundertjährigen Bestehens des Tempel- Vereins zu Hamburg (18. Oktober 1918). dessen Begründung in der Judenheit über die Grenzen Deutschlands hinaus eine große Bewegung hervorgerufen hat, hat D. Leimdörfer eine Festschrift mit wertvollen Beiträgen von Rieger, Leimdörfer. Heule und Sonderling nebst einem reichen Urkundenmaterial und vielen Illustrationen herausgegeben. „Die Judenstadt von Lublin" betitelt sich eine Monographie von M. Balaban. Es ist dies eine geschichtliche Darstellung, in der das Kulturleben der Lubliner Judengemeinde und vielfach auch das der polnischen Judenheit seit dem 16. Jahrhundert anziehend geschildert wird. Schöne Illustrationen veranschaulichen die Stätten, auf denen sich das Leben und Treiben der Juden in alter und neuerer Zeit abspielte. Einen wertvollen und interessanten Beitrag zur jüdischen Geschichte liefert 23. 23. Kaplun-Kogan in seiner Studie „Die jüdischen Wanderbewegungen in der neuesten Zeit (1880—1914)". Diese Schrift bildet das Schlußkapitel eines großen umfassenden Werkes über die Wanderungen der Juden seit den frühsten Zeiten, von dem man nur wünschen kann, daß es bald ganz veröffentlicht würde. Mit der Berufsstatistik der deutschen Juden der Gegenwart beschäftigt sich die Monographie „Die Berufe der Juden in Bayern" von Paula Weiner-Odenheimer.