Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 14 (1911)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 59 (sequence 39)
- Language
- German
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59 aramäischen Idioms (in manchen Partien des Buches Esra und im Buche Daniel) ist uns eine Bereicherung in den bereits erwähnten Papyri-Dokumenten von Elephantine zuteil geworden. Auf der Höhe der wissenschaftlichen Forschung steht die neueste (15.) Auflage des allgemein bekannten, eines Weltrufes genießenden lexikalischen Werkes „Hebräisches und aramäisches Handwörterbuch", das den Namen W. Gesenius trägt, aber nach dem Tode des berühmten Orientalisten vollständig umgearbeitet worden ist. Die neue Auflage hat wiederum der sehr vorsichtige und den sensationellen Hypothesen gründlich abgeneigte Frants Buhl besorgt. Sie kann in gewissem Sinne als eine Jubiläumsausgabe bezeichnet werden, da die 1. Auflage im Jahre 1810 erschien. Ein Vergleich der 15. mit der 1. Auflage zeigt deutlich, welchen Fortschritt die Erforschung der hebräischen Sprache in diesem Jahrhundert gemacht hat. Ein ähnliches Hilfsbuch zum Studium der Bibel ist das „Hebräisch-aramäische Wörterbuch zum alten Testament" von Eduard König. David Cassel's „Hebräisch-deutsches Wörterbuch" ist in 8. Auflage erschienen. Der großangelegte „Tbssauras Totras Hebraitatis“ des E. Ben-Jehuda schreitet im Erscheinen fort; vom 2. Band ist das 3. Heft erschienen. Zu der bekannten großen Concordanz von Salomon Mandelkern hat S. Herner „Verbesserungen" herausgegeben. Eine sehr erfreuliche Erscheinung ist die in Angriff genommene neue Ausgabe des großen talmudischen Lexikons „Aruch Completum" von A. Ko Hut. Die neue Allsgabe, die selbstverständlich die erste ungekürzt widergibt, hat trotzdem gegen diese viele wichtige Neuerungen aufzuweisen, sowohl in der äußeren Ausstattung wie auch hinsichtlich der Redaktion. Es sind nämlich alle Berichtigungen und Ergänzungen dieses monumentalen Werkes, die Kohut selbst teils am Schluß der einzelnen Bände und teils in einem besonderen Heft gegebeil hat, die aber oft von den Nachschlagenden garnicht beachtet werden, an Ort und Stelle richtiggestellt oder untergebracht worden. Auch sonstige Druckfehler in den zahl-