Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 14 (1911)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 40 (sequence 20)
- Language
- German
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40 Verehrung zum jüdischen Volk und zur jüdischen Religion diktiert. Das Buch, das ein reichhaltiges Material in populärer Bearbeitung enthält, bringt auch manche beachtenswerte Aeußerungen über den modernen Antisemitismus und über die „wissenschaftlichen" Schmähungen des Judentums. — In französischer Sprache erschien von Laint-T'ves d'^lve^dre: „Oe tbeogonie des Patriarches. Jesus-Moise.“ Mit einzelnen Fragen und Einrichtungen des Judentums beschäftigt sich U. Z. Rule: „Old Testament Institutions, their origiu and development“: H. Heyermanns, dessen Studie „Sabbath" (aus dem Manuskript übersetzt) in zweiter Auflage erschienen ist; F. Hehn: „Der israelitische Sabbath"; H. F. Gerhard: „Höhenopfer. Biblische Legenden"; O. Schmitz: „Die Opferanschauungen des Spätjudentums und die Opferaussagen des Neuen Testaments." Eine hübsche Zusammenstellung bietet G. Loeschcke in seiner Schrift: „Jüdisches und Heidnisches im christlichen Kult". In italienischer Sprache ist erschienen von E. Pincherle: „Judaismo e eliristianismo, Dialoglii apologetici“. Aus dem Nachlaß des im August 1909 plötzlich verschiedenen Forschers Adalbert Merx ist eine äußerst wichtige Arbeit „Der Messias oder Ta'eb der Samaritaner nach bisher unbekannten Quellen" erschienen. Für die Geschichte der messianischen Idee im Judentum und im Christentum ist diese Schrift von besonderer Bedeutung. Das hier zum erstenmal veröffentlichte Material verdient weitere eingehende Behandlung, was zweifellos zu ganz neuen Ergebnissen führen wird. Dieses wäre um so eher zu wünschen, als Dalman s. Z. mit seinem Buche „Der leidende und sterbende Messias der Synagoge" ernste Forscher von der richtigen Spur, auf die schon Abr. Geiger hingewiesen hatte, abgelenkt hat. — Von Brandt ist eine Forschung über „Die Baptismen" erschienen. — Einen Beitrag zu der Geschichte der Mystik und gleichzeitig eine biographische Skizze eines eigenartigen jüdischen Theosophen gibt S. A. Horodezky in seinem Buche „Rabbi Nachmann aus Brazlaw", das mit Verständnis