Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 14 (1911)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 39 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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39 gische Forschung, die ebenfalls in die Religionsgeschichte gehört, bietet die Schrift: „Die Zahl 40 im Glauben, Brauch und Schrifttum der Semiten" von W. H. Roscher. In populärer Darstellung für das gebildete- Laienpublikum und für weitere Volkskreise schrieb Max Maurenbrecher: „Von Nazareth nach Golgatha", „Von Jerusalem nach Rom" und „Biblische Geschichten", Beiträge zum geschichtlichen Verständnis der Religion. Zu der jetzt brennend gewordenen Frage, ob Jesus geschichtlich sei, hat sich auch der bekannte greise Forscher D. Chwolso n geäußert: „lieber die Frage, ob Jesus gelebt hat." Von demselben Verfasser erschienen: „Beiträge zur Entwicklungsgeschichte des Judentums von ca- 400 v. Ehr. bis ca. 1000 n. Ehr." Eine gut informierende, mit lobenswerter Objektivität geschriebene gründliche Studie von H. Strack, „Jesus, die Häretiker und die Christen nach den ältesten jüdischen Angaben", ist willkommen zu heißen; sie räumt gründlich mit der häufig auftretenden Behauptung auf, der Talmud sei voller Schmähungen gegen Jesus und das Christentum. Der gelehrte Verfasser hat gewissenhaft alles zusammengestellt, was auch nur im Entferntesten mit dein Christentum oder mit der Person Jesu in Verbindung gebracht werden könnte (und das Meiste ist, wie er nachweist, geradezu an den Haaren herangezogen). Das Ergebnis aber ist, daß es sehr wenig auf sich hat und das Ganze auf einein leeren böswilligen Gerede beruht. Von P. Jensen ist in der 3. Auflage erschienen: „Moses, Jesus, Paulus"; die Schrift enthält eine eigentümliche Auseinandersetzung mit jenen Gelehrten, die des Verfassers allerdings mitunter recht sonderbare Methode zurückweisen. Eine hübsche, für das Laienpublikum bestimmte größere Arbeit ist das Buch „Die Beziehungen des klassischen Altertums zu den Heiligen Schriftendes Alten und Neuen Testaments" von M. Kroell. Der Verfasser, ein katholischer Geistlicher, geht sehr konservativ vor und verwirft ganz die Bibelkritik. Seine Beurteilung des Judentums, nicht nur des biblischen, ist von der Liebe und