Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 14 (1911)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 38 (sequence 18)
- Language
- German
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38 in der Mitte des vorigen Jahrhunderts, ist bereits in 5. Auflage erschienen und hat durch den Verfasser viele Ergänzungen und Berichtigungen erfahren. Samuel Lublinski hat ein großes Buch unternommen, das ebenfalls der Entstehung des Christentums gewidmet ist. Dieses großangelegte Werk, das dieses Thema in geistvoller Weise behandelt, ist in zwei Teilen „Die Entstehung des Christentums aus der antiken Kultur" und „Das werdende Dogma vom Leben Jesu" erschienen. In hebräischer Sprache liegt eine apologetische Schrift vor, in der die Angriffe der Evangelisten auf die Pharisäer abgewehrt werden: „Torat ha-adam" von B. Balsak. Es ist ein betrübendes Zeichen der Zeit, daß solche Schriften in hebräischer Sprache, angesichts der zersetzenden religiösen Bewegung unter unseren Glaubensgenossen im Osten, sehr willkommen geheißen werden müssen. In dieses Gebiet gehört auch die Schrift des Engländers I. M Robertson: „Evangelien-Mythen", die jetzt in deutscher Uebersetzung erschienen ist. In englischer Sprache ist ferner erschienen: „The synoptic Gospels“ von C. G. Montefiore, von I. Abrahams bearbeitet und mit Noten versehen. Das Buch hat in weiten Kreisen wegen der Stellungnahme des bekannten Gelehrten zum Christentum großes Aufsehen erregt. E. G. Hirsch veröffentlichte: The Jews and Jesus“ und G. Hollmann: „The Jewish religion in the Time of Jesus“. Ferner schrieb F. C. Eiselen: „Prophetyand Prophets in their historical Relations“; Th. L. W. van Ravestein: „De eenheid der eschatologische Vorstellingen in het boeck Jesaja“. Zu erwähnen wäre noch K. Kesseler: „Der Unsterblichkeitsglaube in religionsgeschichtlicher und religionsphilosophischer Beleuchtung"; A. Lemann: Histoire complete de l’idee messianique chez le peuple d’Israel“; P. E. Pouchard: „Oes usages funebres et la vie future chez les Hebreux“. Ein noch nicht genügend behandeltes Gebiet der jüdischen Religionsgeschichte betritt Israel Levi in seinem Buche: „De peche originel dans les anciennes soures juives“. Eine gründliche archäolo-