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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1908-01-01 · 11 (1908) · p. 236

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
11 (1908)
Article
Eine glückliche Ehe
Date
1908-01-01
Page
236 (sequence 7)
Language
German
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288 „Also fix, fix, was gibts denn heute? Hat Frau Fischmann das Kinderzeug bekommen?" „Ja, und sie läßt sagen, der liebe Gott wird's Frau Dokter schon mit Gleichem vergelten." „Machen Sie bitte keine schlechten Witze, Frau Blaustem, was soll ich wohl mit Klein-Kinderzeug?" „Eigentlich is's wahr, Frau Dokter, aber sie hat's gesagt, un ich muß's bestellen. — Weshalb ich heute komm das sind die Herz . . „Richtig, das konnte ich mir denken. Es ist wirklich, als ob ich extra auf die Welt gekommen wäre, um die beiden alten Herz's wieder zu versöhnen, wenn sie sich gezankt haben. Wissen Sie was meine Kinder sagen: „Mamas Herz-Krankheit." „Gott, Frau Dokter, Ihre Kinder aber auch ..." „Lassen Sie meine Kinder beiseite, die machen mir die wenigste Sorge." „Unberufen." „Also was ist's denn wieder mit den Herz? . . ." „Der Muel hat behauptet, der Nathan Pfeilheim war ein Vetterssohn von Rösche gewesen und sie sagt er war'n Schwagersbruder. Darüber haben sie sich so gestritten, daß sie kein Wort mehr zu einander reden. Das Rösche sagt, ihr Mann war kindisch geworden und er sagt, seine Frau war . . . nein den Ausdruck nehm ich nich in den Mund, Frau Dokter, aber in Ihrer Geschichte da kommt er sicher vor." „Und um solcher Duminheiten willen soll ich nun meine schöne Zeit vergeuden?" „Frau Dokter, tun Sie nich so hartherzig, ich sag's nochmal, 's glaubt Ihnen keiner. Gehen Sie hin und reden Sie chnen den Nathan Pfeilheim aus; es soll so wie so 'n großer Chammer gewesen sein." Röschen Herz hustete. — „Nur sor Aerger, Frau Dukter, Se können mer's glauben, ich krieg den Husten immer, wenn ich mer ärger." „Ich begreife Euch garnicht, wie könnnen stch ein

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