Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 11 (1908)
- Article
- August von Hennings, der Freund Moses Mendelssohns
- Date
- 1908-01-01
- Page
- 143 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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148 Vorn 5. Dezember ist eine Zuschrift Mendelssohns datiert, die den auch von Geiger 124 behandelten Briefwechsel über die Angelegenheit des Buchhändlers Maurer betrifft: P- P. Wenn Maurer auf dies erhaltene Mst. noch nicht geantwortet hat, so ist es sicherlich nicht meine Schuld. Unserer Abrede nach hätte dieses schon vor der Leipziger Messe geschehen sollen; denn kurz vor der Messe erhielten wir die Schriften. Nunmehr aber versichert er mich, mit der vorigen Post geschrieben zu haben. Er will Ihre überaus wichtige und lesenswerthe Briefe allsofort sauber, in dem Format wie Moritzens Reise, wenn Ihnen diese zu Gesichte gekommen sind, abdrucken lassen, und erwartet von Ihnen noch einige Auskunft über das größere Werk, welches er aber nicht eher als nach Ostern zu drucken versprechen kann. Ueber die Bedingungen werden Sie hoffentlich, mit ihm fertig werden. Er ist noch nicht Buchhändler genug, um unbillig sein zu können. Sobald er sich auf Unkosten der Schriftsteller wird reich verlegt haben, wird er wahrscheinlicher Weise in die Denkungsart seiner Zunft einschlagen. Wenn Sie Bedingungen machen, so lassen Sie ihn über das, was er an baarem Gelde bezahlen soll, Wechsel ausstellen, denn mit dem baaren Gelde sieht es bei ihm, wie aus dem Vorigen erhellet, mehrentheils mißlich aus. Ich setze vor dieses Mal weiter nichts hinzu, als daß ich den letzten Sommer das Vergnügen gehabt, Madem. Reimarus in Person kennen zu lernen, daß ich seitdem mit Ihr in einen nähern Briefwechsel gerathen, und daß ich sie ungemein hochschätze. Ich bin mit der aufrichtigsten Hochachtung und Freundschaft ganz der Ihrige Moses Mendelssohn. Berlin, den 5. Dezember 1783. > . 8. Einliegender Aufsatz ist mir von einem großen Handlungshause zugeschickt worden, und die Belehrung über die darin enthaltene Anfrage kann von wichtigen Folgen sein. Vielleicht entschließen Sie sich selbst auf ein oder die andere Weise theilzunehmen, oder einem rechtschaffenen Kompatrioten hiermit zu dienen. Der nächste Brief Mendelssohns ist der von Geiger 124 erwähnte von: 13. Juli 1784. Am Rande steht die Notiz: Das Original ist an Herrn Alexander Mendelssohn geschickt. „Berlin, den 13. Julh 1784. Sie haben ein großes Recht, bester Freund! über mich ungehalten zu seyn, wenigstens dieses Mal in meinem Betragen eine unverantwortliche Saumseeligkeit zu finden. Ich weiß nicht, wie ich