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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1908-01-01 · 11 (1908) · p. 142

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
11 (1908)
Article
August von Hennings, der Freund Moses Mendelssohns
Date
1908-01-01
Page
142 (sequence 16)
Language
German
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142 ■ . . . Und meinen Dank besonders Ihnen, Mendelssohn! Ewigen Dank für Ihre mitgetheilten Gedanken, nie habe ich eine Schrift gelesen, die so ganz mein geworden ist, als Ihren Beytrag zu Abbts freundschaftlicher Correspondenz. Am 23. August 1783 schmeichelt ihm Hennings (Bd. 2) mit den Worten: Nur Meistern in der Kunst ist es erlaubt, sich bey der Arbeit einen/Dorüforos, wie Lessing und Ramler, und wie mir Mendelssohn seyn würde, zu danken. . . . Mendelssohn schreibt am 9. September: Berlin, den 9. September 1783. Theuerster Freund I „Ihr Verleger hat mir von Ihrer Geschichte der Freiheit in England kein Exemplar zukommen lassen. Der Meinige aber, Herr Frider. Maurer, hat mir versprochen, eins zu verschaffen; denn nach Berlin sind wenig oder vielleicht gar keine Exemplare davon gekommen. Ebenderselbe hat mir auf den Vorschlag, den ich ihm von dem zu verlegenden Werke machte, einliegende Antwort ertheilt. Mit Nicolai habe dieserhalb noch nicht sprechen mögen. Ich weiß, daß er mit Verlag überhäuft ist, und bei jeder neuen Unternehmung viel Bedenklichkeit hat und Schwierigkeiten finder, die ein junger Buchhander, der erst in Gang kommen will, nicht achtet. Maurer ist ein Mann, mit dem sich sonst ziemlich gut fertig werden läßt. Er versteht das Handwerk und wird, wie es scheint, sich emporschwingen, denn vor der Hand ist seine Buchhandlung noch neu und erst im Aufkommen. Er hat meine Psalmen und auch meinen Traktat Jerusalem verlegt, und ich bin sowohl mit dem Äußerlichen des Druckes, als mit seiner Art der Behandlung ziemlich wohl zufrieden. Die Schwierigkeit, welche er wegen der Stärke des Werkes macht, scheint von keinem Belange zu sein. Erstlich haben Sie noch nicht bestimmt, wie stark jeder Band im Drucke ausfallen dürfte. Drei geschriebene Quartbände machen vielleicht nur Einen in 4 oder etwa zwei mäßige Bände in 8. Meinen Sie indessen, daß ich auch Herrn Nicolai zuförderst aushole, ob der nicht etwa bessere Bedingungen und weniger Schwierigkeiten machen dürste; so erwarte Ihre Disposition. Meiner Vermuthung nach aber verspreche ich Ihnen nicht sonderlich viel von seiner Willfährigkeit. Er hat der Verlagsbücher zu viel. Ich bin mit der aufrichtigsten Hochachtung und Freundschaft der Ihrige Moses Mendelssohn.

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