Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 11 (1908)
- Article
- August von Hennings, der Freund Moses Mendelssohns
- Date
- 1908-01-01
- Page
- 141 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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141 einzig und allein 31t thun ist, in etwas geschont. Dieses hat er mir zugesagt, dabey aufgetragen. Ihnen seine ergebensten Empfehlungen Zu vermelden. Ich bin sehr begierig ..." Auf Mendelssohns Brief vom 15. März (Geiger 115) autwortet Hennings am 28. d. M. Zur Ergänzung des bei Geiger 116 wiedergegebenen Bruchstückes diene das folgende: „An Herrn Mendelssohn. Kopenh., den 28. März 1780. Ich habe mit der fahrenden Post 2 Exemplare Ihrer Bibelübersetzung erhalten, und dem Könige und dem Prinzen M. und K. H. durch den Minister übergeben. Ein Paar Tage hernach habe ich ebenfalls Ihr freundschaftliches Schreiben mit dem Bogen aus der A. d. B. (Allg. d. Biogr.) empfangen, in dem die Recension des Olavides enthalten ist. Vermuthlich ist es gut, d atz die Sache so ganz natürlich zugegangen ist, und das Publikum stehet, datz keine Parteilichkeit für mich wenigstens die in meinen Schriften enthaltenen Wahrheiten für richtig erkennet ..." lEr spricht von seinem Olavides.) „Werden Sie nicht ermüden liebster Mendelssohn, mich immer von mir und meiner Autorschaft reden zu hörend Wenn der Schüler zum Meister spricht, kann's nicht anders sehn. Daher redet Sokrates so selten von sich selbst. Leben Sie wohl, Gott erhalte sie uns, der Freundschaft und Wahrheit." Zum zweiten Briefe Hennings (Geiger 116 f.) gehören die Zeilen: „Kopenh., 5. May 1780. Streitigkeiten, liebster Mendelssohn, greifen um sich wie ein Krebsschaden . . . lEr ärgert sich über eine Kritik) aber glücklich oder unglücklich, so bleibt in mir unwandelbarer Friede und unsterbliche Liebe für die Wahrheit und für Sie." Ein Brief Mendelssohns vom 8. Mai 1781 bei K. M. und nochmals bei Geiger 117, Hennings Antwort vom 15. d. M. bei Geiger 118 abgedruckt. Auf einen belanglosen Brief Mendelssohns vom 25. Juni 1782 antwortet Hennings am 23. Juli: Auch nur ein Gedanke von Ihnen, liebster Mendelssohn, giebt mir eine Stärkung, deren wohlthätige Wirkung mir zeigt, wie nothwendig sie mir ist. Es ist Heilung eines langgewohnten Übels, das man zwar nicht mehr fühlt, aber doch herzlich froh ist, zu verlieren, wenn man dann befreiet wird. Ihr Nachtrag zu Abbts Korrespondenz war mir um so viel willkommener, da ich eben in in der Umbra cogitationis Ihres verstorbenen Freundes fortgewandelt und seinen Gedanken über die Bestimmung des Menseben mit dem Meinigen nachgehängt hatte.