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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1908-01-01 · 11 (1908) · p. 58

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
11 (1908)
Article
Literarische Jahresrevue
Date
1908-01-01
Page
58 (sequence 34)
Language
German
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58 das Leben und Schaffen des Meisters nach allen Richtungen hin beleuchten soll, wird Wohl noch in diesem Jahr der erste Band erscheinen. Das Werk wird von der „Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums" herausgegeben und zählt die angesehensten Forscher zu seinen Mitarbeitern. Auch das Raschi-Jubiläum hat noch einige Nachzügler gehabt. Den Preis der Gemeinde Worms auf die beste populäre Arbeit über Raschi haben M. Doctor und M. Grunewald mit ihren Arbeiten erhalten. Die allgemeine Bedeutung Raschis würdigt eine vortreffliche Rede von E. Kalischer, die für die Erhaltung der talmudischen Ueberlieferung L. Hirschfeld. Ein hebräisch-altfranzösisches Glossar, das die Leipziger Universitätsbibliothek handschriftlich besitzt, hat Arnold Aron kritisch beleuchtet. Einen bisher wenig gekannten venetianischen Talmuderklärer Salom Ha-Jathom hat H. Chajes entdeckt. Nach Persien führen uns die jüngsten Arbeiten Wilhelm Bacher's: Ueber zwei jüdisch-persische Dichter und: Le Juifs en Perse an XVII et an XVIII siede d’apres les cbroniques poetiqnes de Babai b. Lontf. et de Babai b. Farhad. Es ist der Einblick in eine neue, bisher nicht gekannte, ja kaum geahnte Welt, den uns Bacher in diesen Werken erschließt. Einen und zwar den interessantesten ^etl desselben lernen unsere Leser ja auch in diesem Bande des Jahrbuchs kennen. Von Persien nach Italien, dessen hebräische Drucker ja eine große Berühmtheit erlangt haben. Ueber einen der berühmtesten Drucker Girolamo Soncino erfahren wir von G. Castellani interessante Einzelheiten. Castellani widerlegt endgültig die Ansicht derer, die den genannten Buchdrucker zum Katholizismus übergetreten wissen wollen. Eine französische Uebersetzung des Sohar hat der männiglich bekannte I. de Pauly nachgelassen; sie ist von E. Lafuma-Giraud publiziert worden. Eine hebräische Enzyklopädie: Osar-llisroel kommt aus Amerika; zum mindesten der erste Band, den I. D. Eisenstein unter Mitwirkung von Prof. Deutsch u. A. herausgegeben. Eine Sammlung von Essays über jüdische Literaturgeschichte ist von dem gelehrten L. Grünhut

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