Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 11 (1908)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1908-01-01
- Page
- 49 (sequence 25)
- Language
- German
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49 befaßt sich M. I. Bensasson, der für die Einwanderung der Sephardim nach Spanien warrn plaidiert. Ueber eine der ältesten, vielleicht die älteste Judengemeinde Deutschlands, die von Trier, hat Fritz Haubrich, über das Elsaß Maurice Bloch gehandelt. Wenden wir uns nach dem Osten, so ist zunächst die gründliche und fleißige Arbeit M. Braun's über die Juden in Schlesien zu erwähnen, deren erster Abschnitt von den ältesten Zeiten bis zum Beginn der habsburgischen Herrschaft (1526) jetzt vorliegt und gewichtiges Zeugnis ablegt von dem eisernen Fleiß, der gewissenhaften Forschung und der historischen Methode seines Verfassers. Ueber die Schicksale der Juden in Hohensalza belehren uns A. Heppner und J.Herzberg; die Gemeinde zuKrotoschin hatH.Berger historisch behandelt; aus der Geschichte der Dresdner Gemeinde gibt M. Elb sehr interessanten Aufschluß; die Geschichte der Juden im Markgrafentum Bayreuth erzählt A. Eckstein, der auf diesem Gebiete bereits zu einer Autorität geworden ist; über eines der ältesten Bauwerke des Prager Ghetto, die Zigeunersynagoge, hat A. Deutsch eine interessante Monographie herausgegeben. Ueber die Einrichtungen der polnischen Gemeinden im 16. Jahrhundert handelt M. I. Schwerdscharf. Die Geschichte der Juden in diesem Lande wartet noch immer auf ihren wissenschaftlichen Bearbeiter. Eine ganz neue Auffassung finden wir in den nachgelassenen Essays von Jacob Caro. Auch die Geschichte der Juden in Holland ist noch nicht geschrieben. Einen umfassenden Beitrag zu derselben hat I. Mendels in seiner Arbeit über die jüdische Gemeinde zu Groningen geliefert. Die Zeit des Pseudomessias Sabbatai Zewi lebt in einer historischen Skizze von N. E. B. Ezra wieder auf. Ueber den Kampf von Alberto Pacifici gegen die Judengemeinde zu Pesaro hat A. Cardinal: neues Material beigebracht. Von neu aufgefundenen hebräischen Inschriften im Lateran berichtet V. Castiglioni. Bei dieser Gelegenheit dürfte es nicht uninteressant sein zu erwähnen, daß man bei Ausgrabungen im Koma subterranea längst verschollene