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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1908-01-01 · 11 (1908) · p. 47

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
11 (1908)
Article
Literarische Jahresrevue
Date
1908-01-01
Page
47 (sequence 23)
Language
German
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47 jüdischen Staates bis zürn Tode des Rabbi Jehuda II. Nessiah sich erstreckt, in diesem Jahre vollendet worden. Das Buch ist im klassischen Hebräisch geschrieben und fesselt vor allem durch die Darstellung, aber auch durch die meisterhafte Zeichnung der geschichtlichen Situationen, wie der einzelnen Träger der religiösen und politischen Entwickelung. Von E. Schürers berühmter Geschichte des jüdischen Volkes im Zeitalter Christi ist der zweite Band in vierter revidierter Ausgabe erschienen. Auf den Forschungen von I. Halevy fußt eine Studie von S. Bamberger über Sadducäer und Pharisäer in ihren Beziehungen zu Alexander Jannai unp Salome; über den Sadducäismus hat auch G. Hölscher eine kritische Untersuchung angestellt. Sehr wertvoll ist die Schrift von I. Ziegler: Der Kanipf zwischen Judentum und Christentum in den ersten drei christlichen Jahrhunderten. Der Autor geht weniger vom religionswissenschaftlichen als vom historischen Standpunkte an die einschlägigen Fragen heran; er versteht seine Leser iit das dunkle Gebiet vortrefflich einzuführen; seine Untersuchungen gruppieren sich ün Grunde um den einen Gesichtspunkt: Warum hat das Judentum das entstehende Christentum nicht anerkannt und sich dadurch zur Weltreligion gemacht? Die Antwort aus diese Frage mag man in dem Buche selbst Nachlesen. Die Pforten des Mittelalters erschließt eine englische Uebersetzung des klassischen Essays von Zunz über die Leiden der Juden. Den höheren Gesichtspunkt, den viele unserer Schriften auf historischem Gebiete leider vermissen lassen, finden wir in dem Geschichtswerk von C. Abott: Israelin Europa, scharf ausgeprägt. In lebendiger und temperamentvoller Darstellung werden uns die Schicksale des jüdischen Volkes von der Berührung mit dein Hellenismus an, unter den: Römerreich und dem entstehenden Christentum durch das Mittelalter hindurch in den einzelnen Ländern Europas bis zur neuen und neuesten Zeit vorgeführt. Ueberall tritt das kulturhistorische Moment in den Vordergrund; die geistigen Einflüsse Griechenlands und Roms auf die Juden, chr Verhältnis zum Christentum, ihr Handel und ihre Geldgeschäfte, Renaissance und

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