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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1908-01-01 · 11 (1908) · p. 41

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
11 (1908)
Article
Literarische Jahresrevue
Date
1908-01-01
Page
41 (sequence 17)
Language
German
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41 Wann wird — die Frage liegt so nahe — endlich etwas von den Übersetzungen der jüdisch-hellenistischen Literatur erscheinen, die seit Jahren geplant sind? Auch das bekannte in umgearbeiter Auflage erschienene Werk von M. Kro ell: Die Beziehungen des klassischen Altertums zu den heutigen Schriften des Alten und Neuen Testaments gehöä hierher. Ferner eine Studie von Riedel über Josephus und das Hohelied, und eine von P. Heinisch über Philo's Einfluß auf die ältere christliche Exegese. Die sibyllinischen Bücher hat P. Sieger von neuem behandelt. Zur Septuagintaliteratur ist nur ein wichtiger Beitrag von E. Nestle zu verzeichnen. Den Uebergang zur neutestamentlichen Zeitgeschichte bilden eine für weitere Kreise berechnete Arbeit von W. Staerk über dieses Thenra, das Buch von F. Spitta: Das Testament Hiobs und das Neue Testament, der den dritten Band seiner neutestamentlichen Zeitgeschichte füllt, und die höchst interessante Arbeit von W. Völlers über die Weltreligionen, tu der der grundgelehrte Autor durch tiefe wissenschaftliche Untersuchung über die Einflüsse der außerhalb des Judentums existierenden orientalischen Religionen und Volkskulte auf das Werden des Christenglaubens neue Perspektiven eröffnet. Es ist gut, daß wirkliche Gelehrte dieses Gebiet, das in den letzten Jahren förmlich zum Tummelplatz eines wüsten Dilletantisnms geworden ist, immer und immer wieder erforschen und darstellen. Wie es allerdings auch dabei zugeht, zeigt uns die treffliche Schrift von I. Eschelbacher, der die markantesten Urteile der evangelischen Theologen über das Judentum jener Zeit uns vorführt. Nichtsdestoweniger ist auch hier ein gewisser Fortschritt unverkennbar. Die Beurteilung der Pharisäer und des rabbinischen Judentums ist doch eine andere geworden als sie früher üblich war. Man braucht nur die interessanten Vorlesungen von Otto Pfleiderer über die Entstehung und Entwickelung des Christentums von seinen Uranfängen bis auf die Gegenwart zu lesen, um dieser besseren Erkenntnis der evangelischen Theologie inne zu werden. Geradezu grotesk wirken aber die bereits erwähnten populären und tendenziösen Dar-

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