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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1908-01-01 · 11 (1908) · p. 39

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
11 (1908)
Article
Literarische Jahresrevue
Date
1908-01-01
Page
39 (sequence 15)
Language
German
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39 und in Papyrus Ebers von A. Ebell, in der nachgewiesen wird, daß das hebräische Schechin nur Pocken bedeuten könne. Das Ergebnis ist, daß sehr wahrscheinlich irn aegyptischen Niltal die Heinrat der Pocken Zu suchen sei, die dort bereits 2000 Jahre vor unserer Zeitrechnung geherrscht. Auch die nrassoretischen Arbeiten von A. G eden und P. Finfer dürfen nicht übergangen werden, am wenigsten die für die Bibelwissenschast hochwichtige Publikation von C. Brockelmann: Grundriß der vergleichenden Granunatik der semitischen Sprachen. Was ist nun auf jüdischem Gebiete diesen oder ähnlichen Leistungen an die Seite zu stellen? Leider nur sehr w^rig; und hier muß man Jacob recht geben, wenn er sagt: „Eine jüdische Bibelforschung, die der christlichen ebenbürtig an die Seite treten könnte, gibt es überhaupt nicht." Allerdings sind unter den obenerwähnten Gelehrten eine Anzahl von Juden, auch ist manche treffliche Einzelarbeit zu nennen. So hat David Hoffmann seinen Kommentar zum Levitikus abgeschlossen; S. J ampel gibt uns eine wertvolle Studie über Esther; der hebräische Bibelkommentar von Kah an a brachte die kleinen Propheten, kommentiert von H. Chajes. S. Kaatz hat eine lesenswerte Schrift über das prophetische Judentunr veröffentlicht, David Ginzburg hat uns in seiner Biblia Hebraica den massorerisch-kritischen Text der heiligen Schrift genau durchgesehen nach der Massorah und nach alten Drucken nebst Varianten und Randglossen aus alten Handschriften und Targumim gegeben, Moritz Engel sogar als sein Lebenswerk (das Prof. Paul Hohlfeld unter dem Titel: Wirklichkeit und Dichtung veröffentlicht) ein dickes Buch hinterlassen, das scharfsinnige Aufschlüsse in und zu 1. Mose 2—4, 2, 1—14, 9, 18—27, 11 und 12, 1—6 bietet, die näher zu untersuchen den Forschern vom Fach überlassen sein möge. Aber das ist auch so ziemlich alles. * Im Bereich der Apokryphen war es diesmal ziemlich still. In dem katholischen^Bibelkommentar von Cornely, Knabenbauer und F. de Hummelauer 3*

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