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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1908-01-01 · 11 (1908) · p. 37

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
11 (1908)
Article
Literarische Jahresrevue
Date
1908-01-01
Page
37 (sequence 13)
Language
German
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37 Wird, erhalten, nicht das erlösende Wort gesprochen und keins von den Problemen auch nur entfernt gelöst, die hier vorliegen. Gehen wir nun zu den Schriften über, die sich speziell mit biblischen Studien befassen, so zeigt sich zunächst eine Erscheinung, die grade für uns und für das vorhin besprochene Thema von besonderer Bedeutung ist: eine scharf ausgeprägte Richtung auf das allgemein Verständliche und Populäre, der auch selbst die größten Gelehrten huldigen, obwohl das Verständnis und die Bildung des Publikums, an das sie sich wenden, wahrlich nicht umfassender sind als die des jüdischen Publikums, dem die Arbeit unserer Literaturvereine gilt. Die jetzt beliebte Form der Sammlung von Monographien kommt auch hier unter allerlei Titeln und Gestalten zur Anwendung. Unter diesen Monographien zeichnen sich aus die Schriften von E. König über die Poesie des alten Testaments, von B. Baentsch über David und sein Zeitalter, von I. Staehelin über Probleme der altisraelitischen Geschichte, von G. Koberle über das alte Testament, von G. Stosch über die Prophetie Israels. Einzelne biblische Bücher sind nach wie vor fleißig bearbeitet, übersetzt und kommentiert worden. So haben A.Merx Moses und Josua, Hunold, Briggs und Hulley die Psalmen, Driwer von neuem seinen Jeremias, E. E. Puseh die kleinen Propheten, Streant das Buch Esther, Redpeat und Fuchs den Prediger, H. Schmidt und E. Thiem das Buch Jona behandelt. D. H. Müller hat seine erfolgreichen Studien über den Strophenbau im Alten Testament durch eine neue, beweiskräftige Publikation wesentlich gefördert. Otto Hauser hat über die Urform der Psalmen eindringende Untersuchungen angestellt, die zu merkwürdigen Resultaten führen. E. Sievers und H. Guthe haben den eigenartigen Versuch gemacht, die Prophezeiungen des Amos metrisch zu bearbeiten. Die Dichtungen des Jeremias hat W. Staerk in metrische und strophische Gliederungen zu bringen versucht. Biblische Liebeslieder bringt uns P. Haupt in seiner Bearbeitung des Hohenliedes. Die 3

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