Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 10 (1907)
- Article
- Mischpoche
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 241 (sequence 40)
- Language
- German
- Belongs to
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241 geschlechter wert. Aber nun heißt's nicht mehr Mischpoche sondern Sippe ..." „Aber Max . . ." wehrte die Mutter, doch auch sie mußte mit den andern lachen und es war wirklich eine freiere Stimmung unter ihnen wiedergekehrt. „Und ich . . . Papa?" fragte nun mit großem Interesse Max. „Ich denke. Du schätzest Dich nicht zu niedrig ein, wenn Du morgen mit dem Syndikus der Schlesischen Industriennd Handels-Bank, die Präliminarien der Umwandlung besprichst, auf Grund der mir früher gemachten Vorschläge . . . ." „Meinst Du, daß ich." „Gewiß . . . Direktor .... Du bist jung und sollst die Früchte meiner, unserer Arbeit genießen . . . und Du kennst das Geschäft . . . und sollst drin bleiben. . „Und der Onkel . . . ." „Ich habe Julius Löwenberg meine Absichten bereits mitgeteilt. Ohne seines Briefes mit einer Silbe zu erwähnen, die einzige Antwort auf diesen Brief." Am nächsten Tage war Max abgereist, mit genauen Informationen des Vaters versehen, um die Angelegenheit möglichst rasch zum Abschluß zu bringen. Sein Bruder Georg, dessen eigentliche Ferien noch nicht begonnen hatten, begleitete ihn. Mit Zustimmung der Eltern aber wollte dieser immer von Sonnabend Abend bis Montag früh bei ihnen verweilen. Es war nun stiller in der Villa, denn auch Arthur hatte die Seinigen bereits verlassen. Als der Uebertritt von Julius Löwenberg bekannt wurde in Karlsbad, war er auf einige Tage herübergekommen, um in der Nähe seines Vaters zu sein und Max war beauftragt, in aller erster Reihe dem Bruder von den Absichten des Vaters Mitteilung zu machen. Man enipfand die Ruhe in dem jetzt so zusammengeschmolzenen Familienkreise nach den Aufregungen der 16