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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1907-01-01 · 10 (1907) · p. Seite 57

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
10 (1907)
Article
Buddhismus und Judentum
Date
1907-01-01
Page
Seite 57 (sequence 9)
Language
German
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ist, nicht trinken und ebensowenig auf Gras oder Lehr:: ausgießeu; 2. sich nicht an frenrdem Eigentum zu vergreifen; 3. nicht die Gattin eines andern zu berühren; 4. nicht die Unwahrheit zu reden; 5. nicht berauschende Getränke zu trinken. Außerdem sind (in dem Sigalowadasutta) Eltern und Kindern, Schülern und Lehrern, den Ehegatten, den Freunden, Herren unb Dienern besondere Pflichten gegeneinander vorgeschrieben, die sich so ziemlich mit unseren ethischen Begriffen decken und auch für die Laien maßgebend sind. Für die Ordensbrüder, die Mönche, gelten zehn Verbote, außer den fünf genannten fünf andre, darunter besonders das Gebot absoluter Keuschheit und freiwilliger Armut, und dann noch eine ganze Reihe weiterer Satzungen, die ihr tägliches Leben zu regeln bestimmt sind. Für den Geist der buddhistischen Ethik sind noch folgende Lehren und Allssprüche charakteristisch: „Wie ist ein Münch der Rechtschaffenheit teilhaftig?" so heißt es in einer Rede Buddha's. „Ein Mönch läßt davon ab, lebende Weser: zu töten. — Er ist mitleidig und barmherzig, freundlich trachtet er lisch denr Wohl aller lebenden Wesen. Das ist ein Teil feiner Rechtschaffenheit. — Er enthält sich verleumderischen Wortes. Was er hier gehört hat, sagt er nicht dort wieder, um jene von diesen zu trenne::. Was er dort gehört hat, sagt er nicht hier wieder, um diese vor: jener: zu trennerr. Er ist der Getrermten Vereiner rrnd der Vereinter: Befestiger. Der Eintracht freut er sich, die Eintracht pflegt er, des eintrachtschaffenden Wortes Redner ist er. Auch dies ist ein Teil feiner Rechtschaffenheit". „Wer den Zorn, der sich in ihm erhebt, heißt es in: Dhammapada, ir: der Gewalt hat wie einer: rollender: Wagen, den rrenne ich den wahren Wagenlerrker, eir: andrer ist nichts als ein Zügelhalter." „Durch Nichtzürnen überwinde rnar: den Zorn, das Böse überwinde inan mit Guten:, der: Gei-

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