Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 10 (1907)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 39 (sequence 19)
- Language
- German
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39 nach Madagaskar T. Fernand, die Geschichte der Juden in Marokko S. Slouschz, die neuere der Juden in Südafrika I. Hertz, die von Süd-Carolina B. Elzas behandelt. Die jüdisch-historische Gesellschaft in Amerika hat wieder einen Band ihrer Publikationen mit sehr wertvollen Einzelbeiträgen herausgegeben. Das Jubelfest der englischen Juden hat I. Gollancz in einer Schrift über die Whitehall-Konferenz von 1655 verherrlicht. Die wechselvolle Geschichte der Frankfurter Judengasse erzählt I. Kracauer sehr anschaulich. Die Berichte über die Judenmetzeleien in Lithauen mxb Polen während der Jahre 1648—1649 hat Abr. Aschkenas neu ediert. Für Geschichte des Chassidismus und seiner Weltanschauung, die mit dem Pantheismus Spinozas sich sehr merkwürdig berührt, hat I. Horodezky in seiner vortrefflichen Zeitschrift: Hagoren und später auch in einer besonderen Schrift außerordentlich wertvolle Beiträge geliefert. Die staatsrechtliche Stellung der Juden in Hessen erörtert L. Katz, über die erste jüdische Ansiedelung in Amsterdam berichtet S, Seeligmann; über den jüdischen Friedhof in Zwingen und die Niederlassung der Juden im Fürstbistum Basel I. Nordmann. Die Gelehrtengeschichte Ungarns wird iit einer besonderen Zeitschrift von M. Stein behandelt. Verschiedene geschichtliche Themata berührt H. E. Kaufmann in seinen hübschen Vorträgen aus Aufsätzen. Für neuere Geschichte der Juden in Wien sind die Beiträge von M. Husserl nicht ohne Wert; für die Geschichte der Juden im Elsaß ist die Arbeit von M. Ginsberger über Cerfbeer sehr wichtig. Eine Geschichte des Jewish College in London hat I. M. Harris, eine des Hebrew Union College in Cincinnati der gelehrte Rektor der Anstalt, K. Köhler geschrieben. Und auch der Vortrag von L. Ginsberg: The jewish Student mag in diesem Zusammenhang erwähnt werden. Von der Geschichte der Juden führt der Weg unmittelbar zum Judentum selbst. Hier fängt jetzt an „das Wesen des Judentums" sein Unwesen zu treiben. Ein Buch von E. Fromer betrachtet die Sache von dem Standpunkt aus, den der Autor seinerzeit in einen Aufsatz für die