Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 10 (1907)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 29 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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29 Literatur an die Spitze, dann folgen die Apokalyptik und Lyrik, im dritten Band die Legenden und romanhaften Literaturerzeugnisse, im vierten Band die lehrhaften, rnoralisiereNden und philosophischen. Die ganze Darstellung ist in manchen Zügen meisterhaft durchgeführt. Was haben wir armen Juden dieser „Fülle von Gesichten" gegenüber zu stellen? Ach, leider viel zu wenig, um alles das widerlegen zu können, was von der anderen Seite behauptet und nahezu schon als sicher hingestellt wird. Ich nenne in erster Reihe die Fortsetzung des gelehrten Kommentars zu Leviticus von David Hoffmann, über dessen ausgezeichnete Polemik gegen Graf und Wellhausen noch immer alle kritischen Wälder schweigen, ferner den Daniel von Lambert in dem großen hebräischen Bibelkommentar, der in Galizien erscheint, die Fortsetzung der polnischen Bibelübersetzung von Cylkow, der holländischen von Onderwijzer, die L-tudien, Glossen und Erklärungen von D. H. Müller, A. Uahuda, F. Perles und H. Chajes, die Schrift von A. Gordon über die Bezeichnungen der pentateuchischen Gesetze (Torah, Mischpat, Mizwah, Chukim) den Essey von H. Vogelstein, Militärisches aus der israelitischen Königszeit, das Buch von L. Venetianer: Ezekiels Visionenen und die salomonischen Wasserbecken; c’est tont! Die Apokryphen und die hellenistische Literatur haben diesmal geringerer Beachtung sich zu erfreuen gehabt als sonst. Die Studie von Elhorst über die beiden Makkabäer-Bücher und die Vorgeschichte der jüdischen Freiheitskämpfe verdiente jedenfalls eingehende Beachtung, ebenso die Arbeit von Ermoni über den Essäismus, die Kommentare und Uebersetzungen zu Sirach von W. Müller, zu Tobit von P. Vetter, zu Henoch von H. Appelt und S. Martin, ferner die Gramatik des neutestamentlichen Griechisch von I. A. Moulton, die johaninische Gramatik von C. Abbott, die Untersuchungen von L. Massebieau und E. Böhier über die Chronologie des Lebens und der Werke von Philo. Dagegen werden die Resultate, zu denen