Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 10 (1907)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 28 (sequence 8)
- Language
- German
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28 über Kanaan, von Grandt über den Schöpfungsbericht, von H. Greßmann über den Ursprung der israelitischjüdischen Eschatologie, von Ed. König über den Geschichtsquellenwert des A. T., das Buch von M. Loehr über die alttestamentliche Religionsgeschichte, die Antrittsvorlesung von Doeller über die Bedeutung des alttestamentlichen Bibelstudiums, die manchen guten Gedanken enthält, die aufklärenden Schriften von Hugo Winkler über den alten Orient und die Bibel, die Arbeit von G. Hoelscher: Kanonisch und Zlpokryph, die Studien von Driver und Kirkpatrick „The Higher Criticism“, der Essay von S. Brockelmann über semitische Sprachwissenschaft, die biblische Anthropologie des Holländers Leeuwen, das Handwörterbuch von Welsch, das für den Studierenden sehr brauchbar ist, das englisch-hebräische Lexikon zur Bibel von Brown und endlich noch die Schrift von F. Falk, die Bibel am Ausgang des Mittelalters, schließen dieses Gebiet ab. Nicht unerwähnt dürfen aber die Schriften bleiben, welche den glücklichen Versuch unternahmen, den Wert, die Bedeutung und die Schönheit der Bibel weiteren Kreisen verständlich zu machen. Hier sind die verschiedenen vortreMichen Arbeiten von August Wünsche: Die Schönheit der Bibel, die Widerspräche der Bibel, Salomon's Thron und Hippodrom und die schon wiederholt citierte Literatur-Geschichte von Budde in erster Reihe zu nennen. Es wäre wirklich ein Glück, wenn wir endlich einmal aus dem Studium der Einleitungswissenschaft in das der Literaturgeschichte übergehen würden. Mit Recht sagt Budde in dem „Wort vor der Tür", daß die Aufgaben, die dem Forscher hier entgegenträten, so verwickelt seien, daß eine zusammenhängende Darstellung des Werdens und der Geschichte der althebräischen Literatur schon darum nur äußerst selten gewagt wurde. Budde geht von den ältesten Dichtungen aus und schließt mit „dem köstlichen Werk der Apokalyptik" mit dem Buch Daniel. Die Apokryphen und Pseudepigraphen überließ er seinem Freunde Alfred Bertholet zur Behandlung. Dieser stellt die geschichtliche