Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 9 (1906)
- Article
- Der Weiberfeind
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 256 (sequence 58)
- Language
- German
- Belongs to
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- 256 - Er ist es, der die Unschuld schützet. Die wankende Kniee stützet; Gott hat zürn Richter ihn ernannt. Die Volksherrschast ihm zuerkannt. In allen Sprachen fehlt es an Bildern, Entsprechend seine Große zu schildern; Den Hirmnel schenkt er seinen Landen, Von ihrn weissagten die Gottgesandten; Die Menschen in ihrn den Mittelpunkt fanden. Und alle abendländischen Fürsten Nach seiner Weisheit Quelle dürsten; Die Herren Edom's folgen ihrn Mann an Mann, Zieh'n aus und ein mit seines Heeres Bann. Vor ihm verschließen sie den Mund, Ehrfürchtend ihn aus Herzensgrund, Denn Niegeseh'nes tut von ihm die Geschichte kund. Als Völkervater *) zeuget er von Gott auf Erden; In seinen Tagen wird Juda gerettet werden!" Da riefen sie Alle: „Der Vorschlag ist billig. Und wir befolgen ihn willig". Und sprachen zu Serach: „Nun tritt vor den Meister, Der in seltener Weisheit beherrschet die Geister, Und hier ist der Sprecher, das Schwert in des Mundes Scheide; Auf, rüste dich mit ihm zum Streite!" Da ging nun der Sprecher mit Serach gesellt. Und ihnen folget alle Welt, So Arm wie Reich, Stadtbürger und Bettler zugleich. Begierig zu erfahren Wie der König das Recht wird wahren. — Nun kamen sie in die Zufluchtsstadt, Wo Billigkeit den Urguell hat. *) Anspielung auf Abraham.