Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 9 (1906)
- Article
- Der Weiberfeind
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 225 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3111067-3111084-3113875--2486-3114114- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
225 Und dies sind ihre Namen Nach ihrer Abkunft aus edlem Samen: Gottesgab', Sohn Gottlob's Liebmann, Sohn Edelmann's Brudergut, Sohn Edelmut's — Und er schloß mit ihnen Freundschaftsband, Ward ihnen inniger stets verwandt. — Sie aber sprachen: „Hier ist nicht gut weilen. Wo noch die Frauen den Aufenthalt teilen; Hier leben wir in ewigen Bangen Von ihren Listen zu werden gefangen. Laß suchen uns einen Ort in schirmender Bucht, Den Menschenfuß noch nicht besucht!" Und er sprach: „es sei! Ich stimme euch bei; Auf lasset uns ziehen, frank und frei!" — Da zogen sie fort Zu finden den Ruheport, Und mitten durch Stürme ging die Reise, Hin über der Menschen Fahrgeleise, Bald auf gebahnten Stegen, Bald auf unwirtlichen Wegen, Bis sie gelangt zum Strome Besor,*) Der alles Gute bringt hervor; An seinen Ufern — welch' herrlicher Garten! Da duften Alhenna und süße Narden; Zur Reckten und zur Linken Aus seiner Flut Fruchtbäume trinken, Die weit nach beiden Seiten Die dichten Zweige breiten. Und in dem grünen Hain Ruh'n Hirsch und Reh' in friedlichen Reih'n, Und Vögel mit buntem Gefieder Auf Wipfeln sich wiegen auf und nieder. Sie zwitschern bald, sie singen bald. Daß es in allen Weisen schallt — *) Verheißung. 15