Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 9 (1906)
- Article
- Der Weiberfeind
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 224 (sequence 26)
- Language
- German
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224 Verschmähte ich je der Lehre herrliche Gaben, Dann wollt' ich zeitlebens dem Vater gesündigt haben! Denn wer wollte dann morgen Noch einen Sohn mit Rat besorgen?"- Als Tachkemoni nun sein Haus bestellt. Ward zu den Vätern er gesellt. Und Alle, die kannten sein edel Gemüt, Sie waren von tiefstem Schmerze erglüht; Der Jammer war groß, Rings in den Tälern brach er los! Und Serach das Grab ihm graben läßt Auf seinem Landgut, genannt der Ueberrest, Beim „Wetterberg", gen Mitternacht, Zwei Jahre, nachdem der Sturm getobt mit Macht. — Ein Jahrhundert war „Tachkemoni" verstrichen. Als er des Todes erblichen; Sein Aug' war immer hell die Kraft ihm nie gewichen. Nur zwanzig Jahre war er vermählt; (Die haben wir auch nicht mitgezählt —) Heiratend war er noch zart an Jahren, In weltlichen Dingen unerfahren. Doch desto größer geworden, erblickend Schmach und Beschwerden, Gab Alles er seinem Weib, nur um sie los zu werden: Das Täubchen kam nimmer zu seiner Arche zurück; Er fühlte nicht dies große Mißgeschick. — Und Serach schrieb auf des Vaters Offenbarung Und hielt sie heilig in treuer Verwahrung. Ilnd wann ein Kuppler trat In seinen Pfad, Da lacht' er ihn wacker aus. Warf ihn zur Tür hinaus; Sobald nun ein Jüngling ein Mädchen gefreit, Erfasset ihn Angst und Bangigkeit. — Und drei Gesellen er sich erwählte. Vortreffliche, vom Guten beseelte. Nachfolgend der Vernunft seit ihrer Jugend, Im Rechten, Wahren und Guten zu wachsen suchend,