Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 9 (1906)
- Article
- Der Weiberfeind
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 223 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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223 Der gebe sich hin zürn Leidesgefährten, Den Feuertod sterben sie beide aus Erden. Ich Preise den, der das All erschuf in Pracht, Daß er mich zum Weibe nicht hat gemacht! Wer gut will bleiben, bleib' ihnen entrückt; Der Sünder wird durch sie bestrickt."- „Das sind der Ehe Geschichten und Fata; Nicht künd' ich die Hälfte der schlimmen Data, Du, Sohn, erfasse und suche zu mehren Die Satzungen und die Lehren Und mit ehernem Stift In Marmor präge die Schrift, Und legst du nieder und stehest du auf. Denk' dran, zu verlängern den Lebenslauf; So beschwör' ich bei ihm dich, der die Welt bewacht. Und der den Adam aus Staub hat gemacht. Den himmlischen Hauch ihm beigebracht. Und ihn versenkt in des Schlummers Nacht, Bis er ihm die Ripp' entnahm. Und nun erst das Dunkel über ihn kam. Daß du das Geheimnis bewahrest. Es nur treuen Freunden offenbarest! — Wozu den Schlechten mein Wort verkünden Und um ihre Kehle meine Perlen winden? Die Torheit mag ferner mit Schmach sich paaren. Die Krähe sich mit den Krähen schaaren!" — Als Tachkemoni nun vollendet Und solchen Rat dem Sohne gespendet. Da beugte sich dieser, zum Vater gewendet. Und sprach: „Dir lohne, o Vater, Dein himmlischer Hord und Berater Dies Unterweisen und Wegezeigen, Wie Glück und Ruhe sei zu erreichen! Gott möge den Wunsch dir gewähren. Und deines Gleichen in Israel mehren! Umsonst bist du nicht Tachkemoni genannt. Du hast mir Weisheit zugewandt. Mir eingeflößet süßen Verstand,