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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1906-01-01 · 9 (1906) · p. Seite 98

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
9 (1906)
Article
Raschi
Date
1906-01-01
Page
Seite 98 (sequence 13)
Language
German
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— 9S ihrunr beigegebenen Konrrrrerrtarerr Gegenstand des Zweifels oder der Ablehnung wurde, sind: Moed Katon, Taanith, Näzir, Meila, Tanrid. Mit Uuredjt trägt Raschi's Namen wohl auch der Konrnrentar zu Aboth; er hat zu keinem der des babylonischen Talmuds entbehrenden Mischna-Traktate euren Konrmentar verfaßt. Unter Raschi's Narnerr wurde auch ein sehr wertvoller Kornrnentar zrr Gerresis Rabba bekarmt, der jedoch wol seiner Zeit, aber eurem arrdererr Kreise arrgehört. Außer seinerr Komrnentarerr rrerurt die Literatur als Werke Raschi's verschiederre, aus denr Kreise seirrer Schrrle hervorgegarrgene Schrifterr rrnd Samurlrnrgerr halachischerr Inhalts, die irrsofern Raschi zugeschrieben werden dürferr, als sie zum großen Teil auf Diktaten oder rnündlichen Belehrungen oder Aufzeichnurrgen des Meisters beruherr. Eine dieser Schriften, die in unsernr Gedächtsnisjahre zunr ersten Male ediert wrrrde, hat folgende Nachschrift: „Dieses Werk verfaßte unser Lehrer Salomo für feilte Schüler, um sie den Weg zu lehren, auf dem sie wandelrr rrnd die Handlungsweise, nach der sie handeln sollen." Die Schrift ist ein nach praktischen Gesichtspunkten geordrretes Kompendium von Ritualvorschriften, welche, wie es scheint, als Vademecum für seine Jünger verfaßt wurde, als Licht auf ihrem Lebenswege, weshalb es das „Buch des Lichtes" (Lokor ha-Orah) heißt. In seiner vorliegenden Gestalt enthält es zahlreiche Zusätze, wie sich deren selbst in den Kommentaren Raschi's nicht wenige finden. Die anderen Werke, welche irr demselben Sinne Raschi's Namen tragen, sind: der „Siddur" (Gebete- Ordnung), „Jssur we-Hetter" (Verbotenes und Erlaubtes) rrnd das bekannteste und längst gedruckte Buch „Pardes" (Paradies). — Endlich seien noch die Responsen Raschi's erwähnt, Antworterr auf die an ihn gerichteten religionsgesetzlichen Fragerr, die arr verschiedenen Orterr sich erhalten haben. Vielleicht das interessanteste dieser Responsen, dabei ebenso sehr von kulturgeschichtlicher Bedeutung, wie die rnilde Gesinnung Raschi's darthuend, ist sein arr die Genreinde von Cavaillon (Depart. Vauclufe) gerichteter Bescheid, betreffend einen Bann, mit dem Gersorr b. Jehuda,

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