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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1906-01-01 · 9 (1906) · p. Seite 94

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
9 (1906)
Article
Raschi
Date
1906-01-01
Page
Seite 94 (sequence 9)
Language
German
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merkung auch im Texte der Kommentare Raschis stehen geblieben ist. Aus den: Kreise Raschis sei auch noch Joseph Kara genannt, der Freund seines Enkels Samuel ben Meir und neben diesem der bedeutendste Vertreter der von Raschi angebahnten neuen Richtung in der Bibelexegese. -k- * -i- Ein Blick in die Bibliothek Raschis, in die ihm Zu Gebote stehenden Literaturschätze, ist durch die in -seinen Werken sich findenden Hinweise ermöglicht. Von den Hilfsmitteln zur Bibelerckläruug, die Raschi fortwährend benützte, ist zunächst die aramäische Bibelübersetzung zu nennen; jedoch besaß er nur das rezipierte Targum zum Pentateuch (Onkelos) und das zu den Propheten (Jonathan ben Uziel). Die Targume zu den Hagiographen und die palästinensischen Targume kannte er nicht. Er besaß auch die große (alphabeüsche) Massora. Von den die Bibelauslegung betreffenden Werken der Traditions - Literatur stand ihm eine reiche Fülle Zur Verfügung: die tannaitischen Midraschwerke, Mechilta Torath Kohanim (wie er den Sifra stets nennt), Sifre, sowie eine andere Version des letzteren (S. zutta); von den rein agadischen Midraschwerken: die beiden Pesiktas, Genesis rabba, Leviticus rabba, die Midraschim zum Hohenlied und zu den Klageliedern, die zu dem Buche Samuel und zu den Psalmen, der ^anchuma- Midrasch zum Pentateuch. Ferner Pirke R. Eliezer xmb die Baraitha des R. Eliezer b. Jose Ha-Gelili über die 32 Regeln. Bon neueren Schriften zur Bibelauslegung besaß er den „Jesod" des Moses Ha-Darschan. Seine Autoritäten auf dem Gebiete der hebräischen Sprachwissenschaft waren die in ihrer Heimat längst überholten, aber trotzdem reiche Aufklärung bietenden Schriften Don Menachem b. Saruk und Dunasch b. Labrat. Vom babylonischen Talmud benutzte Raschi verschiedene Codices der einzelnen Teile, darunter einen vor: Gerson b. Jehuda herrührenden (zu Sukka 40a). Des letzteren Talmud erklärungen brachte er wol in Abschriften

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