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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1906-01-01 · 9 (1906) · p. Seite 93

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
9 (1906)
Article
Raschi
Date
1906-01-01
Page
Seite 93 (sequence 8)
Language
German
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93 Raschis zu dem Traktate Baba Bathra (von Blatt 29" an), an dessen Beendigung ihn der Tod gehindert hatte, zu Ende zu führen. Der älteste Sohn Meirs, Jsaae ben Meir, hatte ebenfalls einen angesehenen Namen untev den Tossafisten, wie die Fortsetzer der Lebensarbeit Raschisgenannt werden; ein vierter Sohn, Salomon ben Meir, war bis in die jüngste Zeit ganz verschollen, bisgelehrte Forschung seinen Namen und seine Bibelerklärungen ans Licht zog. Eine Tochter Meirs und Enkelin Raschis wurde die Frau Samuels, des Sohnes Simcha's von Vitry; dieser Ehe entsproß Isaak ben Samuel, als RI (R. Isaak) bekannt und neben R. Tarn der bedeutendste unter den Tossafisten. — Die jüngere Tochter Raschis, Mirjam, gab er seinem Schüler Jehuda ben Nathan zur Frau. Dieser war es, derr den Kommentar seines Schwiegervaters zum Traktat Makkoth zu Ende führte. Der noch von Raschi niedergeschriebene Satz dieses Kommentars (Fol. 19d) enthält das Wort „rein"; und in Anknüpfung daran liest man jetzt an dieser Stelle: „Rein war der Körper unseres Lehrers, in Reinheit zog seine Seele von dannen. Mehr hat er nicht kommentiertvon hier an spricht sein Schüler, Jehuda ben Nathan." Sowohl dieser als seine Nachkommen nehmen eine angesehene Stelle unter den Tossafisten ein. Zum Familienkreise Raschis kann man auch den oben genannten Simcha aus Vitry, den Schwiegervater seiner Enkelin, rechnen; derselbe war aber auch einer der namhaftesten unter seinen Schülern und wurde durch sein, zum großen Teil auf Belehrungen Raschis zurückgehendes Werk, das nach seiner Heimat benannte Machzor Vitry, besonders bekannt. Noch näher stand Raschi ein anderer Schüler, der ebenfalls in verwandtschaftliche Beziehung zu ihm trat: Schemaja, der Schwiegervater eines Enkels Raschis, wahrscheinlich Samuel ben Meirs. Schemaja, den eine vereinzelte Nachricht auch zum Schwiegersöhne der Schwester Raschismacht, war der Gehilfe Raschis in seinen schriftstellerischen Arbeiten, der nach dem Tode des Meisters vieles von ihm Vernommene aufzeichnete und von dem manche Be--

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