Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 9 (1906)
- Article
- Christentum und Judentum
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 62 (sequence 4)
- Language
- German
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I. Gott--flllvater. Alle Menschen Kinder Lottes. Lottesreich. Neues Testament. Das vornehmste Gebot von allen Geboten ist das: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist ein einiger Gott. (Marcus 12, 29.) Ihr sollt niemand Vater heißen; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist. (Matthäus 23, 9.) ' Ein Gott, ein Vater unser aller, der da ist über euch allen und durch euch alle und in euch allen. (Epheser 4, 6.) Altes Testament und nachbiblische Schriften. Höre Israel: Der Ewige ist unser Gott, der Ewige ist einzig. (V. Mose 6, 4.) Gott schuf den Menschen nach seinem Ebenbild?) (I. Mose 1, 27.) Ist nicht Gott dein Vater, der dich sich geeignet, der dich geschaffen und eingerichtet? (V. Mose 32, 6.) 1) Auf den Satz: „Dies ist das Buch der 'beschichte des Menschen" (I. Mose 5, 1) wird die Gotteskindschast aller Menschen gegründet (Bereschith rabba Cap. 24.); so daß niemand sich überheben und sagen könnte: „Mein Ahn war größer als der deine" (Mischna Sanhedrin 4, 5); als Ebenbild Gottes ist der Mensch so hoch zu bemessen, daß „ein einziger Mensch schon die ganze Schöpfung aufwiegt". (Aboth d. R. Nathan 31.)