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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1906-01-01 · 9 (1906) · p. Seite 41

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
9 (1906)
Article
Literarische Jahresrevue
Date
1906-01-01
Page
Seite 41 (sequence 20)
Language
German
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41 Kabbala, Karäertum, Polemik, Philologie, Exegese, Poesie, Astronomie, Arithmetik und Medizin. Höchst interessant ist die Darstellung des großen Kampfes um die Philosophie und die der Beziehungen von Juden zu Arabern. Der Streit um die Philosophie hat nach Steinschneider außer der allgemeinen Bedeutung für die prinzipielle Auffassung des Judentums noch eine literarische und wissenschaftliche überhaupt. „Es handelt sich um die Geltung der Hagada, also aller eigentlichen religiösen und wissenschaftlichen Anschauungen gegenüber der Halacha ... Es stellte sich das Bedürfnis heraus, dem freien Inhalt der Hagada eine systematische Unterlage zu geben durch die „profane" Wissenschaft; die Theologie wird systematisch, die Exegese teilt sich in verschiedene Tendenzen." Einen eigentlichen Abschluß hat die Arbeit nicht. Es scheint vielmehr, daß sie noch eine Fortsetzung erhalten soll, worüber sich gewiß jeder freuen wird, der dem bewunderungswürdigen Schatzgräber in den lange verschütteten Schachten der jüdischen Literatur des Mittelalters freudig gefolgt ist, auch wenn er nicht überall in verba magistri schwören möchte, was übrigens dieser Magister sicher am wenigsten von seinen Schülern fordern würde. * Wenn die Literaturgeschichte den geistigen Organismus der gesamten Weltanschauung, die objektive Gestalt alles Wissens und alles Schaffens bei den Juden darstellen soll, so müssen wir sagen, daß für diesen Zweck bei uns bisher nur sehr wenig gearbeitet wurde, und daß wir seit den Werken von Zunz und Steinschneider in dieser Beziehung noch nicht den geringsten Fortschritt gemacht haben. Wenn es sich dagegen um das sogenannte historische Element in der Literatur handelt, um Ausgaben, Sammlungen, Biographien, Einzelbeiträge zur Kenntnis dieses oder jenes hervorragenden Mannes und einzelner Zeitalter, so können wir die Produktivität nur

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