Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1906-01-01 · 9 (1906) · p. Seite 42

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
9 (1906)
Article
Literarische Jahresrevue
Date
1906-01-01
Page
Seite 42 (sequence 21)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
98% known words query
IRI
…/3111067-3111084-3113868--2296-3113931
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

42 anerkennen, die von Jahr zu Jahr zunimmt. Der Versuch, die Literaturgeschichte zusammenfassend zu behandeln, wird aber doch immer und immer wieder unternommen werden müssen, sonst wird dieses Gebiet wirklich einmal wie eine literarische Rumpelkammer aussehen. Unabhängig von dieser Betrachtung gedenken wir zunächst einiger wertvoller Darstellungen, welche uns verschiedene Männer und Epochen in ihrer trefflichsten Ausrüstung zeigen. Die Gedenktage großer Männer in Israel zu feiern, ist ein Novum, das ebenfalls den Literaturoereinen zu danken ist. So wurden in weiten Kreisen, denen sonst derartige Feste fremd geblieben waren, die Gedenktage von Maimonides und von Raschi gefeiert. Selbstverständlich haben diese Gedenktage auch in der Literatur ihre Ausprägung gesunden. Ueber Maimonides hat Adolf Schwarz eine eindringende Studie zum Mischnah Torah erscheinen lassen; Dr. M. Friedländer hat eine neue Ausgabe seiner englischen Uebersetzung des Moreh herausgegeben; verschiedene Vorträge und Vorlesungen haben auch den allgemeinen Leserkreis in das geistige Schaffen von Maimonides geführt, so die von Israel Friedländer und Adolf Biach; an Maimonides' arabischem Mischnah-Kommentar erproben noch immer junge Autoren ihre Kräfte; über die Metaphysik Maimonides' hat L. G. Lovy gehandelt; einen Vortrag über das Grundprinzip des biblischen Strafrechts nach Maimonides hat S. Funk gehalten; ein anonymes Wörterbuch zum Jad Hachazuka hat N. W. Nathan herausgegeben; über den Mischnahtraktat Aboth in Maimonides' arabischem Kommentar hat einer der größten Kenner dieses Gebiets und zugleich einer der gewissenhaftesten Arbeiterdesselben, Eduard Baneth, mit gewohnter Akribie gearbeitet. Aehnlich wurde auch das Raschi-Jubiläum gefeiert. Hier stehen natürlich die Schriften von A. Berliner in erster Reihe. Seine neue Ausgabe des Pentateuch- Kommentars von Raschi ist ein Festgeschenk für die Gemeinde dieses Bibelerklärers; außerdem hat Berliner noch zwei kleinere Schriften über die altfranzösischen

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.