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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1906-01-01 · 9 (1906) · p. Seite 33

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
9 (1906)
Article
Literarische Jahresrevue
Date
1906-01-01
Page
Seite 33 (sequence 12)
Language
German
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33 Noch immer erfordert die Zeit der Entstehung des Christentums und alles, was damit zusammenhängt, das besondere Interesse der Forscher auf diesem Gebiete. Merkwürdigerweise ist über die Apokryphen, über die hellenistische Literatur und über die Apokalyptik in diesem Jahre verhältnismäßig wenig erschienen. Zu erwähnen sind nur die Schriften von Mahaffy, von Porter, ferner von Laqueur über das zweite Makkabäer-Buch, von Peters über Sirach (mit lateinischer Übersetzung) und von Leopold Cohn überein Philo-Palimpsest. Im Zusammenhänge darf hier Wohl auch der von Peters herausgegebene Papyrus Nash, die älteste Abschrift der zehn Gebote, erwähnt werden, die ersichtlich in die talmudische Zeit hinaufreicht. Dagegen fließen die Quellen, wie gesagt, über die Entstehungszeit des Christentums desto reicher. Archer einem Buche von Otto Pfleiderer über dieses Thema, das die alten Jrrtümer und falschen Voraussetzungen geduldig wiederholt, haben wir nun auch erfreulicherweise drei Schriften von jüdischen Autoren anzuzeigen, die sich mit den einschlägigen Fragen beschäftigen. Ich erwähne zunächst das Buch des unermüdlichen M. Friedländer: Die religiösen Bewegungen innerhalb des Judentums im Zeitalter Jesu. Wie wertvoll es auch für uns sein mag, von einenr Forscher, der die hellenistische Literatur so genau kennt und auch in den talmudischen Quellen nicht unbewandert ist, Aufschluß über die großer! Fragen und Rätsel zu erhalten, die jene Zeit erfüllten und bewegten, wie gern wir arrch den Standpunkt Friedländers gegenüber der hellenistischen Literatur billigen möchten, mit dieser Lösung der Frage können wir uns nicht einverstanden erklären. Und anr wenigsten können wir das Vorwort gutheißen, in dem sich F. mit dem talmudischen Judentum auseinandersetzt. Er will den religiösen Bewegungen, die in jenem Zeitalter das palästinensische und hellenistische Judentum beherrschen, nachgehen und zeigen, inwieweit sie der kommenden Weltreligion den Pfad bereiteten, oder sich ihr hemmend entgegenstellten. Es ist natürlich, daß Letzteres nur für das talmudische imd Ersteres nur für das 3

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