Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 9 (1906)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 31 (sequence 10)
- Language
- German
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Lehrstück behandelt den Dekalog E. Achelis. Ueber die Autorität der Bibel schrieb Hausleitner, über die Bibelkritik Hoepel, über die Stellung Moses' irn Pentateuch Hob erg. Außerdem sind noch die Schriften von Nicklin, Patterson-Smith, Bertheau, Keßler, Doods, Gibson und Maurer, von Meinhold über Sabbath und Woche im Alten Testament, von Duhm über die Gottgeweihten in der alttestamentlichen Religion, von Wiener über das biblische Recht, von Nosger über den heiligen Geist, von H. Weiß über die messianischen Vorbilder im Alten Testament, von G. M. Rae über die Verbindung des Alten mit dem Neuen Testament, die extrem-radikalen Forschungen von H. Winckler zur Geschichte des alten Orients, das Taschenwörterbuch von Feyerabend, die deutsche Uebersetzung des berühmten Buches von Schiaparelli über die Astronomie der Bibel, das Bibellexikon von Hagen und der ausgezeichnete Bibelatlas von Benzinger und Fromeyer zu erwähnen, welcher der Bibelkunde unzweifelhaft große Dienste leisten wird. Und nun kommen wir zu den Schriften über die Bibel, die von Juden herrühren. Es ist, wie gesagt, hocherfteulich, daß man in unseren Kreisen die Arbeit an der Bibel nun auch energisch in Angriff genommen hat und das Terrain nicht mehr ausschließlich den protestantischen Forschern überläßt, die dieses leider nur zu oft zum Tummelplatz ihrer abenteuerlichsten Hypothesenjagd gemacht haben. Man ist endlich auch bei uns zur Erkenntnis gelangt, daß dies nicht länger angehe, und daß wir das Werk, welches die Grundlage unserer ganzen Geschichte und Literatur bildet, durch eigene Arbeit gegen falsche Freunde wie gegen Feinde schützen müssen. Und zwar ist diese Erkenntnis in allen Lagern Israels zum Durchbruch gekommen. Man kann sich wohl keine größeren Gegensätze denken, als den Kommentar von D. Hoffmann zum Leviticus und die Kommentare von Ehrlich und Chajes zu den Psalmen, oder von Krauß zu Jesaia. Trotzdem begrüßen wir alle diese Arbeiten mit aufrichtiger Freude; denn obwohl sie von diametral